Evakuierung nach vermeintlichem Bombenfund Einsatz des Landeskriminalamtes an BBS Syke

Am Morgen fanden Schüler der Berufsbildenden Schulen Syke (BBS) einen verdächtigen Gegenstand. Die Schulleitung entschied sich daraufhin, den Gebäudekomplex kurzzeitig zu evakuieren.
01.04.2019, 18:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerald Weßel

Ein vermeintlicher Aprilscherz der geschmacklosen Art hat am Montagmorgen für einen Polizeieinsatz mit Hilfe des Landeskriminalamtes (LKA) Hannover gesorgt: An den Berufsbildenden Schulen (BBS) Syke wurde gegen 7.45 Uhr von einem Schüler ein Paket gefunden. Diesem kam das verdächtig vor, da es zur Gänze mit silbernen Paketband umwickelt gewesen war. Er alarmierte einen Lehrer, der daraufhin die Abteilungsleitung und diese den Schulleiter Horst Burghardt informierte.

Bei ihm fiel dann schnell „die Entscheidung, die Schüler nach Hause oder in die Betriebe zurückzuschicken“, wie er dem WESER-KURIER gegenüber berichtete. Daraufhin rief er sofort die Polizei. „Aprilscherz hin oder her“, sagte er und verwies auf das Datum des Tages. Er weiter: „Wir gehen bei so etwas auf Nummer sicher.“

Von den 3100 Schülern mussten nur die gut 600 Schüler aus dem gewerblich-technischen Bereich der Schule samt ihrem Lehrpersonal das Gebäude verlassen. Die Evakuierung sei ruhig und strukturiert verlaufen. In den nicht betroffenen Gebäudeteilen abseits des C-Traktes konnte weiter unterrichtet werden.

Die Polizei Syke sperrte die Straßen Grevenweg und An der Weide. Da sie nicht mit letzter Sicherheit erkennen konnte, ob der Inhalt des im Außenbereich liegenden Paketes eine Gefährdung darstellte oder nicht, forderten sie Spezialisten des LKA Hannovers an, wie Sandra Franke von der Polizeiinspektion Diepholz mitteilte. „Die Kollegen in Syke haben hierfür weder die Ausbildung noch Ausrüstung“, sagte sie. Die LKA-Mitarbeiter konnten dann gegen 10.30 Uhr nach einer Röntgenuntersuchung Entwarnung geben: Der Inhalt war harmlos. Auf diese Erkenntnis hin wurde der Einsatz vor Ort beendet. Die Straßensperren wurden wieder aufgelöst. Der Unterricht für die knapp 600 betroffenen Schüler fiel für den restlichen Tag trotzdem aus. Dennoch, auch am Ende des Polizeieinsatzes, zeigte sich Horst Burghardt überzeugt richtig gehandelt zu haben: „Lieber einmal zu oft evakuieren als einmal zu wenig.“ Ansonsten sei er natürlich sehr beruhigt ob der Harmlosigkeit. Sandra Franke von der Polizei unterstützte gegenüber dem WESER-KURIER die rasche Entscheidung: „Es war eine gerechtfertigte und verhältnismäßige Maßnahme.“

Die Polizei hat dennoch nach ersten Ermittlungen an der Fundstelle auch das Paket einbehalten und wird nun weiter ermitteln. Wenn derjenige gefunden wird, dürfte ihm dieser vermeintliche Aprilscherz teuer zu stehen bekommen.

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