Fachkräftemangel Einschränkung der Betreuung an drei Stuhrer Kitas

An drei Stuhrer Kitas kommt es zum kommenden Kitajahr zu Personalengpässen. Daher muss auch die Betreuungszeit gekürzt werden.
26.07.2018, 14:25
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Einschränkung der Betreuung an drei Stuhrer Kitas
Von Eike Wienbarg

Stuhr. Eigentlich war Kerstin Frohburg, Fachdienstleiterin für die Bereiche Bildung, Jugend und Sport bei der Gemeinde Stuhr, zuversichtlich, bis zum Beginn des kommenden Kindergartenjahres alle freie Stellen im Kitabereich zu besetzen und damit das umfängliche Betreuungsangebot in der Gemeinde sicherzustellen. Nun musste sie aber an einige Eltern einen Brief verschicken, der diesen gar nicht gut gefallen wird. So müssen sich die Eltern in drei Stuhrer Kindertagesstätten auf eine Einschränkung bei der Betreuungszeit einrichten.

Dabei handelt es sich nach Angaben von Frohburg um die Kindertagesstätten in Groß Mackenstedt, Varrel und an der Marsstraße in Brinkum. Bei allen fehlen entweder eine oder sogar zwei Kräfte. "Trotz ursprünglich nur vier zu besetzender Stellen und mehreren Stellenausschreibungen mit nahezu 20 Vorstellungsgesprächen ist es leider nicht gelungen, alle Stellen in den Kindertagesstätten der Gemeinde Stuhr zu besetzen", schreibt die Gemeinde in der Information an die betroffenen Eltern, die dem WESER-KURIER vorliegt. Darin wird auch beschrieben, dass die Betreuung daher nur bis 15 Uhr gewährleistet werden kann. "Es geht nur um die eine reguläre Stunde", so Frohburg. Die Betreuung wäre normal bis 16 Uhr geplant.

Laut der Fachdienstleiterin leide die Gemeinde Stuhr wie alle anderen Anbieter unter dem verstärkten Fachkräftemangel im Erzieherbereich. "Vier von insgesamt 200 Stellen sind nicht viel", findet Frohburg. Trotz vielversprechender Vorstellungsgespräche blieben die Lücken im Stellenplan oder rissen immer wieder auf. Denn auch bereits bestehende Arbeitsverhältnisse wurden gelöst. "Menschen verändern sich", sagt Frohburg. Aufgrund der großen Nachfrage nach Erziehern würden immer mehr neue Stellen annehmen, die besser zu ihrem Lebensentwurf passen. Sei es eine Arbeitsstelle näher am Wohnort oder bessere Arbeitszeiten, so Frohburg. Und nicht zuletzt auch die eigene Familienplanung führe immer wieder zu Veränderungen bei den Arbeitsstellen.

"Ich schreibe solche Schreiben nicht gerne", betont Kerstin Frohburg mit Blick auf die angespannte Lage in den betroffenen Kitas. So habe die Gemeinde noch die letzten Verfahren abgewartet und könne jetzt erst sagen, dass zum Beginn des Kitajahres 2018/2019 eben jene beschriebene Situation eintreffen wird. "Ich kann nur um Verständnis bitten. Das ist alles, was ich tun kann", sagt die Fachdienstleiterin mit Blick auf die Eltern, die sich auf die längere Betreuungszeit ihrer Kinder eingestellt hatten. Die Gemeinde arbeite auch "weiterhin mit Nachdruck daran, die Vakanzen zu schließen". Sobald die Betreuungszeiten wieder erreicht werden, erhielten die Eltern eine Nachricht, schließt die Gemeinde.

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