Brücke über den Hombach in Weyhe Eltern müssen Umwege fahren

Weyhe. Jetzt geht's los: Gemeint ist die Sanierung der Brücke über den Hombach, die schon länger auf der Reparaturliste der Gemeinde Weyhe steht. Nachdem sich der Winter verzogen hat, soll nun in der kommenden Woche losgelegt werden.
25.03.2011, 05:00
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Von Gaby Wolf

Weyhe. Jetzt geht's los: Gemeint ist die Sanierung der Brücke über den Hombach, die schon länger auf der Reparaturliste der Gemeinde Weyhe steht. Nachdem sich der Winter verzogen hat, soll nun in der kommenden Woche losgelegt werden. Fußgänger und Radfahrer sollen den Bereich weiterhin passieren können, der motorisierte Verkehr muss draußen bleiben. Bis Ende Juni soll die Hombachstraße kurz vor und hinter der Brücke gesperrt werden. Das dürfte gerade auch Eltern betreffen, deren Nachwuchs entweder in den Kindergarten auf der einen Seite oder zur Grundschule auf der anderen Seite des Hombachs geht.

Die sogenannte Brückenhauptprüfung, die alle vier Jahre stattfindet und sämtliche 21 Brücken in der Gemeinde Weyhe einer eingehenden Untersuchung unterzieht, hatte es an den Tag gebracht: Die fast 60 Jahre alte Betonbrücke genau auf der Grenze zwischen den Ortsteilen Erichshof und Leeste hat in Sachen Dauerhaftigkeit und Standsicherheit ihre besten Tage hinter sich.

Die Schwere der Schäden bewog die Gemeinde, sich nicht nur für eine Instandsetzung, sondern gleich auch für einen Teilneubau der zwölf Tonnen schweren Hombach-Überwegung zu entscheiden. Der Auftrag dafür wurde schon im vergangenen Herbst an die Firma TweWe Bau aus Rastede (Ammerland) vergeben, von einem sofortigen Baustart angesichts der nahenden kalten Monate mit schwer kalkulierbarer Witterung jedoch abgesehen.

"Wir wollten keine Baustelle, die wir während des ganzen Winters gesperrt halten müssen", sagt Rolf Schmidt, im Fachbereich Bau, Planung und Umwelt der Gemeindeverwaltung zuständig für den Bereich Tiefbau. Nach dem aktuellen Stand jedoch könne nun kommende Woche damit begonnen werden, die Baustelle einzurichten.

Die Brücke soll nach den Planungen der Professor-Bellmer-Ingenieurgruppe in Bremen, die auch den Neubau der maroden Lahauser Brücke (Hahnenfelder Weg) plant, in ihren ursprünglichen Maßen von 7,70 Metern Länge und zirka sechs Metern Breite neu aufgebaut werden. "Die Firma versucht, möglichst schnell zu arbeiten", versichert Schmidt. "Aber erst, wenn die vorhandene Brücke abgebaut ist, können wir feststellen, wie kaputt die Widerlager wirklich sind." Widerlager sind die Bauteile an den beiden Enden, auf denen die Brücke lastet.

Insgesamt sind 150000 Euro Kosten für die Sanierung der Hombach-Brücke im Weyher Haushalt eingeplant. Sie beinhaltet im Einzelnen Erdarbeiten, Arbeiten an Unterbauten und der Gründung sowie Teilbeschichtungen zum Schutz gegen Einwirkungen zum Beispiel von Streusalz. Zudem sind Arbeiten an Überbau, Lager, Übergangskonstruktionen, Abdichtung und Belägen eingerechnet sowie der Abbruch der Überbauplatte und die Erneuerung der Fahrbahnbeläge vor und hinter der Brücke. Für den Kraftfahrzeugverkehr, der in den kommenden drei Monaten nicht mehr durchgängig auf der Hombachstraße rollen kann, werden entsprechende Umleitungen ausgeschildert.

"Grobe Richtung: über die Bremer Straße und die Angelser Straße", fasst Schmidt zusammen. Aus Richtung Angelser Straße (Leeste) soll der kurze Abzweig von der Hombachstraße nach rechts zum gleichnamigen Kindergarten aber möglichst weiter befahrbar bleiben. Linienbusse seien von der Vollsperrung nicht betroffen, wohl aber der Weyher

Bürgerbus mit seiner Linie 117. "Eine der Haltestellen kann dadurch nicht angefahren werden", berichtet Schmidt. Nach Angaben des Bürgerbus-Vereins werde an der betreffenden Haltestelle ein Aushang gemacht und darauf hingewiesen, dass die nächste Haltestelle etwa 100 Meter weiter zu finden sei. "Rein theoretisch könnte die Brücke zeitweilig auch für den Rad- und Fußverkehr gesperrt werden", räumt Rolf Schmidt ein. Das würde dann noch rechtzeitig bekanntgegeben. "Aber geplant ist das erst mal nicht."

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