Kreis will weg vom Atomstrom Energiewende rückt in den Fokus

Worpswede. Der Landkreis und seine Gemeinden peilen ein ehrgeiziges Ziel an: die Energiewende bis 2030. Bisher sind Atomkraft, Kohle, Öl und Gas die tragenden Säulen der Energieversorgung im Kreisgebiet. Regional erzeugte erneuerbare Energien fallen kaum ins Gewicht: Sie liefern nach Kreisangaben nur 8,3 Prozent des verbrauchten Stroms. Das soll sich ändern. Bis 2030 wollen die Kommunen die Wende schaffen. Eine Wanderausstellung informiert über ihre Projekte. Die Schau ist noch bis zum 28. März im Worpsweder Rathaus in der Bauernreihe zu sehen.
16.03.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Wilke

Worpswede. Der Landkreis und seine Gemeinden peilen ein ehrgeiziges Ziel an: die Energiewende bis 2030. Bisher sind Atomkraft, Kohle, Öl und Gas die tragenden Säulen der Energieversorgung im Kreisgebiet. Regional erzeugte erneuerbare Energien fallen kaum ins Gewicht: Sie liefern nach Kreisangaben nur 8,3 Prozent des verbrauchten Stroms. Das soll sich ändern. Bis 2030 wollen die Kommunen die Wende schaffen. Eine Wanderausstellung informiert über ihre Projekte. Die Schau ist noch bis zum 28. März im Worpsweder Rathaus in der Bauernreihe zu sehen.

Durch Energiesparen, die Umstellung auf lokal und regional erzeugte erneuerbare Energien und deren effizienten Einsatz soll im Kreis Osterholz die Wende gelingen. Das würde nicht nur der Umwelt zugute kommen, sondern auch den klammen Kassen der Kommunen. Bisher zahlen der strukturschwache Landkreis und seine Gemeinden Jahr für Jahr 100 Millionen Euro an auswärtige Energieversorger – Geld, das der heimischen Wirtschaft verloren geht. Die "Energiewende 2030" will den Trend umkehren. Profitieren sollen davon auch heimische Handwerksbetriebe.

Es gibt bereits ein Projektbüro namens "Energiewende Osterholz 2030", das mit EU-Mitteln gefördert wird. Die Gemeinde Worpswede betreibt schon ein Blockheizkraftwerk im Hallenbad, das gleichzeitig Strom und Wärme erzeugt und die Energiekosten drastisch senkt. Die Worpsweder stellen in der Ausstellung auch ihr Leuchtturmprojekt vor: den DRK-Kindergarten Am Wurth Wald. Solarenergie und Erdwärme lassen hier Lampen leuchten und erhitzen Heizkessel. Pädagogisch wertvoll ist das ganze auch. So lernen die Jungen und Mädchen früh, wie erneuerbare Energien funktionieren und wie sich Heizwärme und Strom sparen lassen.

Projektpartner ist das Worpsweder Ingenieurbüro John Becker Ingenieure, bundesweit bekannt für erneuerbare Energielösungen. Das Planungsbüro hat auch in Hambergen innovative Akzente gesetzt und dort auf dem früheren Kaffee-Hag-Gelände in Oldenbüttel eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage installiert.

"Die Wanderausstellung stellt die Beiträge der Gemeinde Worpswede und des Planungsbüros ebenso wie Projekte in den anderen Gemeinden sowie auf Kreisebene dar", erklärt Worpswedes Bürgermeister Stefan Schwenke.

Zu den Leuchtturmprojekten, die in jeder Gemeinde Beispiel gebend wirken sollen, gehören nach Angaben des Landkreises etwa ein "Grüner Campus" in Osterholz-Scharmbeck und der Aufbau einer mit Biogas betriebenen "Nahwärmeinsel" in Hambergen.

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