Erweiterung der Flaniermeile in Lilienthal

Entlastungsstraße bietet neue Chancen

Lilienthal. Der Wirtschafts-Interessenring (WIR) möchte an verkaufsoffenen Sonntagen die Flaniermeile in Lilienthal bis zur Moorhauser Landstraße erweitern.
01.07.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Entlastungsstraße bietet neue Chancen
Von Peter Hanuschke
Entlastungsstraße bietet neue Chancen

Der WIR möchte, dass die Sperrung der Hauptstraße an verkaufsoffenen Sonntagen bis Höhe Moorhauser Landstraße geht.

HASSELBERG

Lilienthal. Die Erfolgsgeschichte beginnt 1993: Der Wirtschafts-Interessenring (WIR) organisiert den ersten verkaufsoffenen Sonntag - ein Highlight für die Gemeinde. Seitdem zieht die Veranstaltung, die seit ein paar Jahren immer im Frühjahr und Herbst stattfindet - regelmäßig tausende Besucher aus Lilienthal und umzu sowie aus Bremen in den Ortskern. Die Erfolgsgeschichte soll sich fortsetzen. Wichtig wäre es aus Sicht des WIR, dass sich dafür auch die Rahmenbedingungen weiter verbessern. Konkret: Die Sperrung der Hauptstraße soll von der Länge her ausgeweitet werden - bis zur Moorhauser Landstraße.

Bisher sei der WIR mit diesem Vorhaben immer gescheitert. Als Begründung habe es aus dem Rathaus stets geheißen, dass der Durchgangsverkehr nicht um diesen Bereich umgeleitet werden könne, hatte WIR-Vorsitzender Detlef Schulze auf der jüngsten WIR-Mitgliederversammlung noch einmal die Situation dargestellt.

Es gibt Hoffnung

Es gibt aber Hoffnung: Durch die Fertigstellung der kompletten Entlastungsstraße stellt sich eine völlig neue Situation dar. Bürgermeister Willy Hollatz sagte dazu auf Nachfrage dieser Zeitung: Die komplette Entlastungsstraße ermögliche erstmalig, sich intensiver mit der Möglichkeit einer Sperrung zu beschäftigen, die einen weiträumigeren Bereich umfasse. 'Die Verkehrsflüsse innerörtlich sinnvoll abzubilden, war vorher nicht umsetzbar.' Ein klares Ja konnte der Bürgermeister zu diesem Vorhaben aber nicht geben. Hollatz: Es gebe in diesem Zusammenhang zwei Interessenlager.

Zum einen, dass der Bereich Konventshof zumutbar erreichbar wäre, zum anderen, dass der Wirtschafts-Interessenring mehr Möglichkeiten bekomme, sich entfalten zu können. 'Zwischen diesen beiden Polen bewegen wir uns. Die Vor- und Nachteile müssen wir abwägen.' Es biete sich aber jetzt eine größere Chance, das Vorhaben des WIR zu realisieren

Dass sich der verkaufsoffene Sonntag von seinen Rahmenbedingungen her bereits schon einmal grundlegend verändert hat, hatte auch etwas mit der Entlastungsstraße zu tun. Von 1993 bis 1999 konnte nur auf den Fußwegen flaniert werden - auf der Hauptstraße hatte die Blechlawine Vorrang. 1999 wurde dann das erste Teilstück der Entlastungsstraße dem Verkehr übergeben. Monica Röhr, Lilienthals damalige Bürgermeisterin, sagte während der Feierlichkeiten am Sonntagvormittag, 10. Oktober, 1999: 'Der vor uns liegende verkaufsoffene Sonntag des WIR ist sicherlich der Höhepunkt.

Dass Visionen doch noch Realität werden können, zeigt die Tatsache, dass heute Nachmittag ein Teilstück der Hauptstraße gesperrt werden wird. Die Vision vergangener Tage, einmal auf der Hauptstraße zum Einkaufen flanieren zu können, ist heute Wirklichkeit geworden.'

Zur Möglichkeit, die Hauptstraße bis zur Moorhauser Landstraße zu sperren, sagte Heike Wilhelm, zweite Vorsitzende des WIR: 'Das wäre ideal.' Gerade der Bereich zwischen der Dr.-Sasse-Straße und der Moorhauser Landstraße könnte und müsste vor allem belebt werden. 'Geschäfte, die dort etwas an Veranstaltungen anbieten würden, hätten wir. Die haben sich aber bisher zurückgehalten, weil sie etwas für Kinder machen wollten - das wäre mit den vorbeifahrenden Autos zu gefährlich gewesen.' Außerdem bestünde dann die Möglichkeit, den Flohmarkt entlang der Hauptstraße unterzubringen, ebenso könnte die Automeile erweitert werden.

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