Erdgasdebatte Miesner fordert Ende der Förderung

Nachdem das Landesamt für Bergbau einen Zusammenhang der Erdbeben im Raum Verden im November mit der Erdgasförderung festgestellt hat, hat der Landespolitiker Axel Miesner seine Ausstiegsforderung bekräftigt.
12.05.2020, 17:07
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Miesner fordert Ende der Förderung
Von Marius Merle

Landkreise Osterholz/Verden. Der örtliche Landtagsabgeordnete Axel Miesner (CDU) hat Stellung zum Abschlussbericht des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zu den Erdbeben am 20. November in Verden genommen. Wie berichtet, hatte das Landesamt darin festgestellt, dass die Erdbeben „sehr wahrscheinlich“ mit der Erdgasförderung im Erdgasfeld Völkersen zusammenhängen. „Nun muss auch die Erdgasindustrie endlich zur Kenntnis nehmen, dass ihre Arbeit in unseren Landkreisen Osterholz und Verden zu Schäden am Eigentum der Menschen führt“, sagt Miesner. Die Dea Erdoel AG und andere Unternehmen der Branche sol­lten aufhören, wieder alles klein- und schönzureden. „Es bleibt dabei, in unseren dicht besiedelten Landkreisen ist heute aufgrund der Vorfälle wie Erdbeben, Krebsfälle und Umweltverschmutzungen keine ordnungs­gemäße Erdgasförderung mehr möglich“, so der Landtagsabgeordnete.

Die Dea sei nun gefordert, die bestehende Förderung komplett einzustellen. Bis 2036 im Landkreis Verden Erdgas zu fördern, sei nach den Vorkommnissen nun überhaupt nicht mehr hinnehmbar. „Es wird auch in den kommenden 16 Jahren zu Erdbeben infolge der Erdgasförderung kommen. Und das kann keiner wollen“, sagt Miesner weiter.

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