Manfred Ellmers gibt Traineramt bei der SG Achim/Baden II zum Saisonende auf

Erst aufsteigen, dann aussteigen

Achim. Manfred Ellmers bleibt hart: 'Für halbe Sachen bin ich nicht zu haben', beschied der Trainer der SG Achim/Baden II den Emissären, die seine Mannschaft in der Hoffnung ausgesandt hatte, ihn zu einem Sinneswandel und damit zur Vertragsverlängerung bewegen zu können.
16.04.2010, 00:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Achim. Manfred Ellmers bleibt hart: 'Für halbe Sachen bin ich nicht zu haben', beschied der Trainer der SG Achim/Baden II den Emissären, die seine Mannschaft in der Hoffnung ausgesandt hatte, ihn zu einem Sinneswandel und damit zur Vertragsverlängerung bewegen zu können.

Schon im Februar hatte der knorrige Polizeibeamte angekündigt, dass er in der neuen Saison nicht mehr zur Verfügung stehen werde. Und dabei bleibt es nun. 'Ich habe in den vergangenen Jahren viele Dinge hinter den Handball zurückgestellt', versicherte Ellmers. 'Jetzt muss ich auch einmal an meine Gesundheit denken.' Den Mittfünfziger plagen orthopädische Probleme. Möglicherweise wird er sich einer OP unterziehen. Außerdem gibt es weitere private Gründe für den früheren Bundesliga-Rückraumlinken (TV Grambke), die es ihm ratsam erscheinen lassen, als Trainer eine Pause einzulegen.

Kompromiss abgelehnt

'Ich habe meine Entscheidung rechtzeitig kundgetan', betont Ellmers. Wenn er sich operieren lässt, muss er eine sich über Monate erstreckende Rekonvaleszenz in Betracht ziehen. Die Mannschaft aber wollte den Trainer, der sie an die Tabellenspitze der Handball-Landesliga geführt hat, nicht so ohne weiteres ziehen lassen. Man schlug einen Kompromiss vor: Ellmers solle sein Amt ruhen lassen und die damit verbundenen Aufgaben bis zum Zeitpunkt der Genesung von einem Übergangstrainer wahrnehmen lassen.

Das hielt Ellmers für 'wenig sinnvoll'. Die Mannschaft müsse einen festen Ansprechpartner haben. 'Es kann nur einer sagen, wo es langgeht.'

Ulrike Mathia-Tonn als Vorsitzende der SG Achim/Baden hat sich bisher vergeblich um einen geeigneten Nachfolger bemüht. Dabei wäre dessen Aufgabe nicht unattraktiv, steht die SG Achim/Baden II doch auf dem Sprung in die Verbandsliga - und das mit einer sehr jungen Mannschaft, zu der in der nächsten Saison noch etliche starke A-Jugendliche aus dem Team des Oberliga-Champions SG Achim/Baden stoßen werden. 'Einer wie Jan Wiezorrek hat im letzten Landesliga-Punktspiel mit einer überragenden Leistung angedeutet, wieviel Potenzial in dem Team steckt, das in der nächsten Saison an den Start geht.' Auch in der Verbandsliga könne sie eine sehr gute Rolle spielen.

Das ist freilich Zukunftsmusik: Zunächst muss die SG den Tabellenplatz behaupten. Es stehen noch drei Spiele an. 'Alles Endspiele', wie Ellmers versichert. Am Sonntag um 17 Uhr geht es in der Gymnasiumhalle gegen die SG Bremen-Ost II, am 1. Mai geht es gegen den um zwei Minuspunkte schlechteren Verfolger SG Bremen-Ost II und am 9. Mai zum Tabellenletzten HSG Lesum-St.Magnus.

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