Bürgerinitative organisiert Protest

Erste Demo gegen Fracking

Sottrum (sim). Am Freitag haben sich etwa 150 Menschen aller Altersgruppen an der Bohrstelle bei Jeerhof versammelt, um gegen Exxon Mobil und deren Gasbohren mit "Fracking" zu protestieren. Die Bürgerinitiative (BI) "Frack-loses Gasbohren" hatte dazu aufgerufen. An der B 75 von Rotenburg nach Sottrum waren Transparente installiert und ein Grill aufgebaut. "Grillen am Bohrturm" war das Motto. Die Plakate "Stoppt Fracking" und "Schöpfung bewahren. Wir schützen Menschen-Wasser-Erde-Natur" sowie "Wir protestieren für unsere Kinder" und viele andere mehr drückten die Sorgen der Demonstranten aus. Bei gegrillten Würstchen und alkoholfreien Getränken entwickelten sich Gespräche, und es wurden Informationen über die gefährliche Bohrmethode ausgetauscht. Hartmut Horn, Verantwortlicher der Demonstration, begrüßte die Menschen, die aus den umliegenden Ortschaften gekommen waren, um gemeinsam ihrem Protest Stärke zu verleihen. Er dankte ihnen für ihren Mut und ihren
26.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Hans-Peter Schirmer

Sottrum (sim). Am Freitag haben sich etwa 150 Menschen aller Altersgruppen an der Bohrstelle bei Jeerhof versammelt, um gegen Exxon Mobil und deren Gasbohren mit "Fracking" zu protestieren. Die Bürgerinitiative (BI) "Frack-loses Gasbohren" hatte dazu aufgerufen. An der B 75 von Rotenburg nach Sottrum waren Transparente installiert und ein Grill aufgebaut. "Grillen am Bohrturm" war das Motto. Die Plakate "Stoppt Fracking" und "Schöpfung bewahren. Wir schützen Menschen-Wasser-Erde-Natur" sowie "Wir protestieren für unsere Kinder" und viele andere mehr drückten die Sorgen der Demonstranten aus. Bei gegrillten Würstchen und alkoholfreien Getränken entwickelten sich Gespräche, und es wurden Informationen über die gefährliche Bohrmethode ausgetauscht. Hartmut Horn, Verantwortlicher der Demonstration, begrüßte die Menschen, die aus den umliegenden Ortschaften gekommen waren, um gemeinsam ihrem Protest Stärke zu verleihen. Er dankte ihnen für ihren Mut und ihren

Einsatz, die Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Außerdem betonte er, wie wichtig es in einer Demokratie sei, Widerstand zu leisten gegen Ungerechtigkeiten und die sinnlose Ausbeutung der Gasfelder. "Wir dürfen uns nicht alles gefallen lassen. Wir werden unser Wasser, unsere Gesundheit und unsere Grundstücke schützen, auch gegen Firmen, die mit Milliarden operieren."

Lustige Sprüche aus 150 ernsten Kehlen schallten gegen den Bohrturm und unterstrichen den Unmut der Bürger. Der Chor der Menschen machte seiner Wut Luft unter anderem mit den Rufen "Wasser brauchen wir zum Trinken, das muss rein sein und nicht stinken" oder "Exxon, macht euch schnell davon, sucht nach Gas in Washington!" In der Dunkelheit wurde ein Mahnfeuer im Sicherheitsabstand von 100 Metern entzündet, das die Leute darauf aufmerksam machen sollte, wie gefährlich das Fracking ist.

Die Polizei war präsent, hielt sich aber im Hintergrund. Die friedlichen Demonstranten, darunter viele Kinder, gaben keinen Anlass, ordnungshüterisch einzugreifen. Einige Gemeinderats- und Parteimitglieder waren mit von der Partie. Zwei Fernsehteams und ein Radio-Reporter haben den Protest für eine spätere Dokumentation festgehalten.

Wer sich informieren oder engagieren will, ist herzlich eingeladen zum nächsten Treffen der Bürgerinitiative "Frack-los Gasbohren" am kommenden Mittwoch, 28.9. um 19 Uhr, im Dorfgemeinschaftshaus in Hassendorf. Dort wird eine Dokumentation gezeigt, es wird ein Rückblick gehalten, Planungen besprochen und ein Vertreter des Wasser-Versorgungs-Verbandes aus Unterstedt wird sich den Fragen stellen.

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