An mehreren Bahnhöfen und Haltestellen im Kreis Osterholz wird die Elektromobilität gefördert Erste Ladestationen gehen bald in Betrieb

Damit die Nutzung von Fahrrädern und Autos mit Elektroantrieb attraktiver wird, soll das Netz an Ladestationen für die Akkus im Landkreis Osterholz ausgebaut werden. Das Land Niedersachsen fördert ein Pilotprojekt, bei dem an mehreren Bahnhöfen und Bushaltestellen speziell für Pendler Möglichkeiten zum Laden geschaffen werden.
28.10.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lutz Rode

Damit die Nutzung von Fahrrädern und Autos mit Elektroantrieb attraktiver wird, soll das Netz an Ladestationen für die Akkus im Landkreis Osterholz ausgebaut werden. Das Land Niedersachsen fördert ein Pilotprojekt, bei dem an mehreren Bahnhöfen und Bushaltestellen speziell für Pendler Möglichkeiten zum Laden geschaffen werden.

Ende des Jahres werden an fünf Bahnhöfen und zwei Haltestellen im Kreis Osterholz die ersten Ladestationen für Autos und Fahrräder mit Elektromotoren in Betrieb sein. Das geht aus einer Antwort der Kreisverwaltung auf eine Anfrage hervor, die der Kreistagsabgeordnete Axel Miesner (CDU) auf den Weg gebracht hat. Miesner wollte sich zur jüngsten Kreistagssitzung über den Stand des vom Land geförderten Pilotprojekts Elektromobilität informieren, das die Kreisverwaltung gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen (ZVBN) koordiniert.

Nach Auskunft von Kreisdezernent Richard Eckermann ist die Ausschreibung und Vergabe der E-Bike-Ladeschränke für die beteiligten Kommunen mittlerweile abgeschlossen. An der Straßenbahnendhaltestelle Falkenberg, der Regionalbushaltestelle am Grasberger Kreisel sowie am Bahnhof Lübberstedt werden die Ladestationen bis Ende des Jahres in den bereits vorhandenen, überdachten und abschließbaren Fahrradabstellanlagen laufen. An den Bahnhöfen Osterholz-Scharmbeck, Oldenbüttel, Ritterhude und Beckedorf werden die Fahrradabstellplätze in Kürze errichtet. Die E-Bike-Ladeschränke können dann ebenfalls noch in 2014 in Betrieb gehen, spätestens aber im Frühjahr 2015, sagt der Landkreis. Die PKW-Ladesäulen würden voraussichtlich im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. „Hier laufen gerade die Vorbereitungen für die Ausschreibung“, sagt Kreisdezernent Richard Eckermann.

Kommunen zahlen 25 Prozent

Neben dem Land Niedersachsen beziehungsweise der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) beteiligen sich die jeweiligen kreisangehörigen Kommunen mit einem Anteil von jeweils 25 Prozent an den Kosten, den Rest übernimmt der ZVBN. Im Bereich Beckedorf übernimmt die Farge-Vegesacker-Eisenbahn den Anteil, den sonst die Kommunen tragen.

An jedem der sieben Stationen wird es laut Kreisverwaltung eine PKW-Ladesäule mit jeweils zwei Anschlüssen geben. An sechs Stationen gibt es einen E-Bike-Ladeschrank mit jeweils drei Schließfächern, pro Schließfach jeweils einen Anschluss. Am Bahnhof Osterholz-Scharmbeck gibt es einen E-Bike-Ladeschrank mit sechs Schließfächern.

Das E-Bike-Laden dauert durchschnittlich etwa drei Stunden; der Stromverbrauch wird über die Stellplatzmiete pauschal abgerechnet. Das PKW-Laden dauert durchschnittlich 1,5 bis 3 Stunden, je nach Vorrichtung des Elektroautos. Der Stromverbrauch soll im ersten Jahr für den Endverbraucher kostenlos sein. Inwiefern danach eine verbrauchsabhängige Gebühr erhoben wird, die zwischen drei und fünf Euro je Ladung liegt, sei noch offen. „Hierzu werden noch Gespräche mit den Stromversorgern angestrebt, um eventuell eine längerfristige Kostenlosigkeit zu gewährleisten“, sagt Richard Eckermann.

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