Familie Lauenburger spielt Puppentheater wie vor 100 Jahren

Schwanewede. Puppentheater bietet Magie, Abenteuer, Spannung - die Welt von Kasperle und Räuber Hotzenplotz ist für Kinder auch in Zeiten von Videospielen und Fernsehshows noch immer faszinierend. Ab heute sind Kasper und seine Freunde in Schwanewede zu Gast. Der fröhliche Kerl mit der krummen Nase und der roten Zipfelmütze gastiert mit dem Lauenburger Puppentheater bis kommenden Sonntag, 25. September auf dem Platz am Penny Markt in der Straße Heidkamp.
22.09.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Familie Lauenburger spielt Puppentheater wie vor 100 Jahren
Von Julia Ladebeck

Schwanewede. Puppentheater bietet Magie, Abenteuer, Spannung - die Welt von Kasperle und Räuber Hotzenplotz ist für Kinder auch in Zeiten von Videospielen und Fernsehshows noch immer faszinierend. Ab heute sind Kasper und seine Freunde in Schwanewede zu Gast. Der fröhliche Kerl mit der krummen Nase und der roten Zipfelmütze gastiert mit dem Lauenburger Puppentheater bis kommenden Sonntag, 25. September auf dem Platz am Penny Markt in der Straße Heidkamp.

Am heutigen Donnerstag, Freitag und Sonnabend spielt das Puppentheater jeweils ab 16 Uhr in einem großen Theaterzelt für große und kleine Gäste. Am Sonntag beginnt die Aufführung um 11 Uhr. Auf dem Programm stehen "Kaspers neuestes Abenteuer mit dem Räuber Hotzenplotz und die Reise zu Hexe Wackelzahn". Mit über 100 handgeschnitzten Puppen geht die Lauenburger Puppenbühne mittlerweile in der fünften Generation jedes Jahr auf Tournee. "Wir zeigen Puppentheater wie vor 100 Jahren", sagt Hubertus Lauenburger. Gegründet wurde das Lauenburger Puppentheater im Jahr 1829 von Julius Lauenburger, dem Ur-Ur-Großvater des heutigen Leiters. Die sechsköpfige Familie reist mit zehn nostalgischen Wohnwagen von Ort zu Ort. Dabei ist auch ein Puppen-Museum, in dem unter anderem 200 Jahre alte Marionetten ausgestellt sind.

"Unsere Vorfahren sind noch mit Pferd und Wagen durch die Lande gezogen", erzählt Hubertus Lauenburger. Der 59-Jährige erlernte das Puppenspiel bereits im Alter von sieben Jahre von seinem Vater. Inzwischen sind auch seine drei Kinder Yvonne, Jasmin und David Teil des Familienbetriebes. Ebenso wie Mutter Manuela hauchen sie den Puppen mit Hand und Stimme Leben ein. Großmutter Ilse Lauenburger spielt inzwischen nicht mehr. "Sie reist aber immer noch mit uns und lebt in einem mehr als 60 Jahre alten Wohnwagen aus Holz", sagt Hubertus Lauenburger. "Darauf möchte sie nicht verzichten."

Nicht nur die Puppen sind allesamt handgefertigt, auch die liebevoll gestalteten Kulissen, die nach beinahe jeder Szene gewechselt werden, sind von Hand gemalt. "Puppenspieler ist kein Beruf", erläutert Hubertus Lauenburger, "das lebt man". Früher sei der Besuch der Puppenbühne ein Höhepunkt in jedem Dorf gewesen. "Die Vorstellungen fanden damals abends statt, damit jeder die Möglichkeit hatte, dabei zu sein", sagt der Puppenspieler, der nun hofft, dass sich das Theaterzelt zu den Aufführungen auch in Schwanewede gut füllt. Nächste Station auf der Tournee des Lauenburger Puppentheaters ist Neuenkirchen. Dort gastiert die Puppenbühne am Sportplatz und gibt am Dienstag, 27. September eine Vorstellung um 15 Uhr.

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