Ausschuss gegen Veränderungen bei Partnerschafts-Förderung und Jugendpfleger

Fast alles bleibt, wie es ist

Hude. Ein gewisses Beharrungsvermögen hat am Montag der Huder Ratsausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Sicherheit an den Tag gelegt. Sowohl beim Thema Förderung der Partnerschaftsarbeit als auch hinsichtlich des ehrenamtlichen Jugendpflegers konnte er sich nicht für Veränderungsvorschläge der Verwaltung erwärmen. Der Vorstoß der CDU-Fraktion zur Besserstellung von Tageseltern stieß dagegen auf einhellige Gegenliebe.
03.11.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ute Winsemann

Hude. Ein gewisses Beharrungsvermögen hat am Montag der Huder Ratsausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Sicherheit an den Tag gelegt. Sowohl beim Thema Förderung der Partnerschaftsarbeit als auch hinsichtlich des ehrenamtlichen Jugendpflegers konnte er sich nicht für Veränderungsvorschläge der Verwaltung erwärmen. Der Vorstoß der CDU-Fraktion zur Besserstellung von Tageseltern stieß dagegen auf einhellige Gegenliebe.

Zur Partnerschaftsarbeit hatte die Verwaltung angeregt, die Förderrichtlinien geringfügig zu ändern. Bislang wurden internationale Begegnungen mit zehn Prozent der Gesamtkosten, höchstens aber 5000 Euro gefördert. Für kleinere Vorhaben mit Kosten bis zu 2000 Euro wurden pauschal 200 Euro Zuschuss gewährt. Das könne dazu führen, dass bei Kosten von nur 200 Euro tatsächlich die volle Summe übernommen werde, erläuterte Fachbereichsleiter Uwe Schubert. Deshalb wollte die Verwaltung ergänzen, dass höchstens die Hälfte der Gesamtkosten gezahlt würden. Zu kleinlich, fanden die Ausschussmitglieder - zumal es für kleine Vereine ungleich schwerer sei, überhaupt einen Austausch oder ähnliches auf die Beine zustellen. Deshalb soll nun doch alles bleiben, wie es ist. 'Es ist ein komisches Signal, das überhaupt zum Thema zu machen', erklärte Nico Rettcher (SPD).

Ein ähnliches Gefühl hatten einige Ausschussmitglieder offenbar auch bei einem anderen Punkt. Laut Beschlussvorschlag sollte die 'Richtlinie für die Bestellung und Aufgabenbereiche eines ehrenamtlichen Gemeindejugendpflegers' außer Kraft gesetzt und Jörg Kreusel, der den Posten bislang innehatte, als 'ehrenamtlicher pädagogischer Assistent für Tätigkeiten in der Jugendarbeit' eingesetzt werden. Ein Geschmäckle hatte die Angelegenheit schon allein, weil Kreusel selbst nicht von der Verwaltung angesprochen worden war, sondern erst als Ratsherr durch die Ausschussunterlagen davon erfahren hatte.

Vor allem aber gelang es der Verwaltung nicht, ihre Beweggründe zu vermitteln. Die Ausschussmitglieder fragten sich, ob hinter der 'völlig neuen Konstruktion' (Anke Paradies, SPD) etwa auch andere Aufgaben oder eine geänderte Aufwandsentschädigung - bislang erhielt Kreusel 100 Euro pro Monat - stünden. Außerdem hatten sie Sorgen hinsichtlich der Stellung dieses Ehrenamts und wollten nicht darauf verzichten, alle drei Jahre im Rat über die Besetzung des Postens zu entscheiden. Letztlich kam die Politik der Verwaltung nur in einem Punkt entgegen. Da es in der Vergangenheit wegen der Bezeichnung 'Jugendpfleger' immer wieder Verwechslungen zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern gegeben habe, soll das Ehrenamt nun 'Jugendbetreuer' heißen. Alle Regeln sollen aber unverändert weiter gelten.

Eine echte Neuerung gibt es dagegen für in der Gemeinde tätige Tageseltern, derzeit 13 an der Zahl. Die CDU hatte beantragt, ihre Arbeit über die stundenweise Vergütung hinaus mit einer jährlichen Pauschale von je 100 Euro zu unterstützen, die unter anderem Weiterbildung ermöglichen soll. Aufgrund dieser Zielrichtung konkretisierte die Verwaltung den Beschlussvorschlag dahingehend, dass nachgewiesene Kosten für Seminare und ähnliches bis zu 100 Euro erstattet werden. Dafür fand sich eine einstimmige Mehrheit.

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