Kreisbrandmeister geht in die vierte Amtsperiode Fehlings Wahl war reine Formsache

Verden. Hans-Hermann Fehling wird auch für die kommenden sechs Jahre der oberste Brandschützer des Landkreises Verden sein. Weiteres Thema der Sitzung: die Schließung einiger Filialen der Kreissparkasse.
27.02.2010, 08:10
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Von Johannes Heeg

Verden. Hans-Hermann Fehling wird auch für die kommenden sechs Jahre der oberste Brandschützer des Landkreises Verden sein. Seine bereits vierte Ernennung zum Kreisbrandmeister war gestern Nachmittag im Kreistag reine Formsache. Weiteres Thema der Sitzung: die Schließung einiger Filialen der Kreissparkasse.

Seit 1992 bekleidet der Beppener Hans-Hermann Fehling dieses Ehrenamt, der gerade mal 50-Jährige ist damit einer der dienstältesten Kreisbrandmeister des Landes Niedersachsen. 'Bis vor ein paar Jahren war ich noch der jüngste im Land mit so einem Posten', so Fehling. Mit 16 Jahren trat er in die Beppener Feuerwehr ein, war dort später neun Jahre Ortsbrandmeister und zwei Jahre stellvertretender Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Thedinghausen.

Fehling ist heute Chef von 2413 aktiven Feuerwehrleuten im Kreis Verden, darunter 207 Frauen, in 59 Ortswehren. Hinzu kommen 699 Jugendliche in 42 Jugendwehren sowie 880 Feuerwehr-Senioren. Seine Brötchen verdient er beim Landkreis Verden, wo er im Fachdienst Bauen, Planung und Straßen für den vorbeugenden Brandschutz zuständig ist. 'Das passt schon sehr gut', meint Fehling. Denn hätte er einen anderen Arbeitgeber, wäre es wohl schwierig, die vielen ganztägigen Termine auf Landesebene wahrzunehmen.

Seit zehn Jahren arbeitet Fehling im Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes mit. Da er in den Ausschüssen 'Grundlagen', 'Sicherheit' und 'Ausbildung' sitzt, gilt er als stets gut informiert. Seit zwölf Jahren ist er auch Mitglied in der Vertreterversammlung der Feuerwehr-Unfallkasse, wo er die Interessen von 144000 Feuerwehrleuten vertritt. Fehling prophezeit: 'Irgendwann ist so ein Job nur noch hauptamtlich zu machen. Wir werden es sonst schwer haben, Führungskräfte für die Feuerwehr zu gewinnen', sagte er gestern nach seiner einstimmigen Wahl bei Sekt und Selters im Büro des Landrats. Sein Kreisbrandmeister-Amt übe er sehr gerne aus, meint Fehling: 'Wir sind ein gutes Team, das kann ich noch ein paar Jahre aushalten.' Den Reiz der Aufgabe fasst er so zusammen: 'Jeden Tag gibt es neue Herausforderungen. Nach seinen Wünschen gefragt, sagt er: 'Wir brauchen mehr Frauen und vor allem viel mehr Migranten in der Feuerwehr.' Während der Anteil der Frauen mit acht bis neun Prozent schon sehr ordentlich sei, gehe er bei den Migrantenkindern gegen Null. Immerhin: 'So nach und nach kommen einige. Das ist noch ein sehr zartes Pflänzlein.'

'Grottenschlecht kommuniziert'

Keine Hoffnung gibt es hingegen für die Kreissparkassen-Filialen in Oyten-Süd und Cluvenhagen. Der Oytener Abgeordnete Ralf Großklaus berichtete, dass kürzlich binnen weniger Stunden mehrere Hundert Unterschriften für den Erhalt der Zweigstelle gesammelt worden seien. Landrat Peter Bohlmann, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender des öffentlich-rechtlichen Instituts, entgegnete: 'Das ist von den vier Zweigstellen, die geschlossen werden, die mit dem stärksten Rückgang von Ein- und Auszahlungen. Die Kunden haben mit den Füßen abgestimmt.'

Mehrere Politiker zeigten Verständnis für die wirtschaftlichen Gründe, die zur Schließung der Zweigestellen führten, mahnten aber eine bessere Kommunikation von Seiten der Sparkasse an: 'Das ist grottenschlecht kommuniziert worden', sagte Heiner Falldorf. Auch in Barme wurden 100 Unterschriften gegen die Schließung der dortigen Filiale gesammelt.

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