10 Jahre Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit Ferien auf dem Bauernhof liegen im Trend

Verden. Längst haben die Ferien auf dem Bauernhof das Image des einfachen Familienurlaubs abgelegt. Mit neuen Ideen hat die niedersächsische Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit dafür gesorgt, dass der Urlaub auf dem Bauernhof zu einer erholsamen Studienreise werden kann.
26.02.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Ulrich Tatje

Verden. Längst haben die Ferien auf dem Bauernhof das Image des einfachen, vorwiegend für Familien mit Kindern geeigneten Urlaubs abgelegt. Mit immer neuen Ideen hat die niedersächsische Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande dafür gesorgt, dass der Urlaub auf dem Bauernhof zu einer abwechslungsreichen, erholsamen kleinen Studienreise werden kann.

Inzwischen reisten 13 Prozent der Gäste ohne Kinder an, sagte gestern im Vorfeld der Jahreshauptversammlung im Hotel Grüner Jäger die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Elke Boggasch. Das vergangene Jahr war für die rund 400 Mitgliedsbetriebe mit ihren 6000 Betten ein gutes Jahr mit einer um 2,5 Prozent gestiegenen Auslastung gewesen. Mit 850000 Übernachtungen sei dieser Sektor des Tourismus ein ernst zu nehmender Wirtschaftsfaktor für den ländlichen Raum. Denn die Gäste gäben etwa 35 Millionen Euro pro Jahr aus.

Auch die seit Januar gesunkene Mehrwertsteuer für Übernachtungen werde weniger zu sinkenden Preisen führen als vielmehr zur Stärkung der örtliche Konjunktur, ist sich Ute Mushardt sicher. Die Otterndorferin ist sowohl Vorsitzende des niedersächsischen Verbandes wie Bundesvorsitzende. Die meisten Mitglieder steckten die gesparte Mehrwertsteuer in Qualitätsverbesserungen und die Realisierung neuer Ideen wie Hofcafés oder Bauerngolf.

Das breite Spektrum unterschiedlichster Angebote sei der große Pluspunkt der Bauernhofferien in Niedersachsen. Sei es, dass die Gäste reiten oder baden, dem Bauern, dem Schäfer oder dem Fischer bei der Arbeit zusehen oder sich kulinarisch verwöhnen lassen können. Den zertifizierten Ferienanbietern steht eine große Zahl sogenannter Partnerbetriebe zur Seite, die ein ergänzendes Angebot offerieren, von der Kutschfahrt über die hochwertige Reitstunde bis zur bäuerlichen Einkaufsmöglichkeit. Neueste Idee ist die Landreiselust, die schöne Gärten in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Sei es der klassische Bauerngarten, sei es der Kräutergarten oder der Park. Wobei den Bauerntouristikern zugute komme, dass derzeit viele Gäste die Ruhe und die Abwechslung auf dem Lande dem Höher-und-größer-Trend vorzögen, sagte Ute Mushardt.

Zehn Jahre Verdener Geschäftsstelle

In diesem Zusammenhang lobt sie auch die große Leistung der Geschäftsstelle mit Elke Boggasch. Sie ist seit der Gründung der Arbeitsgemeinschaft 1972 dabei und hat mehrere Umzüge des Büros miterlebt. Seit zehn Jahren betreut sie die Mitglieder von Verden aus. Dank der auch in Verden angesiedelten Verbände für Pferde- und Rinderzucht sei Verden ein guter Standort für die Bauernhofferien, sagte Mushardt. Denn schließlich seien rund 60 Prozent der bäuerlichen Gastgeber Vollerwerbslandwirte. Zehn Jahre Geschäftsstelle in Verden, das war auch für Bürgermeister Lutz Brockmann ein Anlass, ein Grußwort auf der Jahreshauptversammlung zu sprechen. In deren Verlauf überreichte die neue Referatsleiterin Tourismus im niedersächsischen Wirtschaftsministerium, May-Britt Pürschel, den langjährigen Mitgliedern die Urkunden.

Im Zentrum des Treffens stand das Referat von Peter Becker, der den Gastgebern ein Ausgehverbot am Donnerstagabend verordnen möchte. Denn an diesem Abend suchten viele Wochenendausflügler per Internet nach einem günstigen Angebot. Dann müssten die Gastgeber schnell reagieren, denn der Gast wolle schon am Freitag losfahren.

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