Filmfestival Oldenburg

Finanzierung weiterhin auf der Kippe

Oldenburg. Mit dem gerade zu Ende gegangenen 17. Filmfestival Oldenburg sind dessen Macher hochzufrieden. 14.500 Besucher haben die 50 Filme gesehen, "das ist super gelaufen", sagt Leiter Torsten Neumann. Die nächste Auflage im Jahr 2011 steht allerdings auf wackligen Füßen.
22.09.2010, 15:13
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Finanzierung weiterhin auf der Kippe
Von Iris Hetscher

Oldenburg. Mit dem gerade zu Ende gegangenen 17. Filmfestival Oldenburg sind dessen Macher hochzufrieden. 14.500 Besucher haben die 50 Filme gesehen, "das ist super gelaufen", sagt Leiter Torsten Neumann. Die nächste Auflage im Jahr 2011 steht allerdings auf wackligen Füßen.

Mit so vielen Zuschauern beim diesjährgen Filimfestival hatte Neumann nicht gerechnet: "Die endgültigen Zahlen haben wir noch nicht, aber es sieht so aus, als hätten wir eine bessere Gesamtauslastung als 2009, obwohl wir zwölf Vorstellungen weniger gezeigt habe." Die Krisenstimmung, die das Festival wegen der Kürzungen von städtischen Zuschüssen um 50.000 Euro befallen hatte, habe sich beim Publikum offenbar in ein "Trotzdem" gewandelt.

Ein Publikum haben die Macher des Filmfestivals also, ob sie für eine weitere Auflage auch über ausreichend Geld verfügen werden, ist nach wie vor unklar. Am Dienstag war Torsten Neumann in die Sitzung des Kulturausschusses des Oldenburger Stadtrats eingeladen, Signale in irgendeine Richtung habe es von der Politik nicht gegeben, sagt er.

Neumann bleibt bei seiner Position, das Festival mit der jetzigen Finanzausstattung nicht weiterführen zu können. Auch die ursprüngliche Zuschuss-Summe der Stadt von 100.000 Euro würde eigentlich nicht ausreichen, um die Veranstaltung weiterzuentwickeln. Man müsse beispielsweise in neue Technik investieren, so Neumann: "Sonst hinken wir da komplett hinterher".

Auch die Idee politischer Kreisen, die Oldenburger Wirtschaft solle das Festival stärker unterstützen, sei nicht umsetzbar, so Neumann. Man habe bereits dieses Jahr Probleme gehabt, das fehlende Geld von privaten Sponsoren einzuwerben. "Das war aber eine einmalige Aktion, auf die wir nicht jedes Mal setzen können", sagt der Festivalleiter.

Und auch nicht wollen. Die Stadt Oldenburg müsse Farbe bekennen, ob ein derartiges Kulturereignis gewünscht sei oder ob die Stadt darauf verzichten möchte. Neumann wartet jetzt die weiteren Verhandlungen um den Haushalt ab. Im November soll der Etat stehen, dann wird auch klar sein, ob es ein 18. Filmfestival gibt.

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