Kommunale Gebäude statisch doch für Photovoltaik-Anlagen geeignet

Firmen können Dachflächen ab sofort pachten

Lilienthal. Neuesten Untersuchungen zufolge gibt es in Lilienthal doch Gebäude, die statisch für Photovoltaikanlagen geeignet wären. Firmen, die an einer Dach-Pachtung interessiert sind, können sich ab sofort an die Verwaltung wenden.
28.04.2010, 06:00
Lesedauer: 2 Min
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Firmen können Dachflächen ab sofort pachten
Von Peter Hanuschke
Firmen können Dachflächen ab sofort pachten

So wie auf dem Bassumer Rathausdach, das bereits 2006 mit einer Fotovoltaikanlage ausgerüstet wurde, soll die Energiegew

BVE

Lilienthal. Es gibt schon seit Jahren Photovoltaikanlagen, die auf öffentlichen Gebäuden angebracht sind. Lilienthal ist, was das angeht, bisher ein weißer Fleck. Das soll sich ändern. Neuste Untersuchungen haben ergeben, dass es doch Gebäude gibt, die von der Statik her für solche Anlagen geeignet wären. Firmen, die sich dafür interessieren, können sich ab sofort an die Verwaltung wenden. Die Verpachtung erfolgt gegen Zahlung eines jährlichen, pauschalen Nutzungsentgeltes.

Damit hat die Verwaltung Abstand davon genommen, die Errichtung von Photovoltaikanlagen in Eigenregie vorzunehmen. Grund: Neben der zur Zeit bestehenden finanziellen Situation der Gemeinde wäre auch das unternehmerische Risiko in Bezug auf die anfallenden Sonnenstunden und der damit einhergehenden Amortisationszeit zu tragen. Zur Errichtung dieser Anlagen will die Verwaltung unter anderem potentielle Interessenten ansprechen, die in gleicher Angelegenheit schon bei der Gemeinde vorstellig geworden sind.

Vor Jahren musste die Verwaltung Absagen erteilen, denn die 2006 vorgenommenen Untersuchungen hatten ergeben, dass auf Grund statischer Probleme die Umsetzung auf den Dächern seinerzeit nicht realisierbar gewesen wäre. Im Zusammenhang mit dem aktuellen landkreisweiten Projekt 'Energiewende 2030' und aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Photovoltaikanlagen hat sich die Gemeinde erneut mit der Thematik befasst. Mit der Überprüfung wurde das Büro 'john becker ingenieure' aus Worpswede beauftragt, das auch die 'Energiewende 2030' begleitet.

Feuerwehr-Dach ist geeignet

Ergebnis: Das Feuerwehrhaus an der Edisonstraße ist für eine sofortige Photovoltaik-Nutzung geeignet. Das Dach bietet eine Fläche von rund 275 Quadratmetern mit südöstlicher Ausrichtung sowie einer Dachneigung von 16 Grad. Ebenfalls photovoltaik-geeignet wird die Dachfläche des im Bau befindlichen Kindergartens Haus Pape. Die südöstliche Dachausrichtung bietet bei einer Neigung von ebenfalls 16 Grad eine bebaubare Fläche von rund 150 Quadratmetern.

Weitere Dachflächen, die für eine Nutzung in Frage kommen könnten, sind in den Bereichen des Sportzentrums Schoofmoor, der Sporthalle Ostlandstraße, der Grundschule Falkenberg sowie der Schroeterschule zu prüfen. Auch das wird vom Büro 'john becker ingenieure' vorgenommen. Als ungeeignet werden die Dachflächen an der Ganztagsschule, der Grundschule Trupermoor und den Sporthallen Worphausen, Trupermoor und Seebergen eingestuft - wegen statischer Probleme und wegen einer zu großen Verschattung der Dachflächen.

Interessenten für die Dachflächen werden sich vermutlich beeilen, ein Angebot bei der Verwaltung abzugeben. Denn nach dem Beschluss des Bundeskabinetts wird die Einspeisevergütung bereits ab dem 1. Juli dieses Jahres reduziert. Die Vergabe der Dachflächen wird nach dem Höchstgebot vorgenommen, teilt die Verwaltung mit.

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