Langer Winter geht ins Geld Frost reißt tiefe Löcher in die Straßen

Achim. Tiefe Straßenlöcher in Uphusen bei der Einmündung Arenkamp, Schlaglöcher und Risse auch in der Stadtmitte in der Obernstraße/Ecke Paulsbergstraße, oder auf der Landesstraße zwischen Uphusen und Baden. Der Achimer Ratsvorsitzende Hans-Jürgen Wächter hat etliche Schäden auf Achimer Straßen aufgelistet.
01.02.2010, 17:32
Lesedauer: 3 Min
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Frost reißt tiefe Löcher in die Straßen
Von Uwe Dammann

Achim. Tiefe Straßenlöcher in Uphusen bei der Einmündung Arenkamp, Schlaglöcher und Risse auch in der Stadtmitte in der Obernstraße/Ecke Paulsbergstraße, oder auf der Landesstraße zwischen Uphusen und Baden. Der Achimer Ratsvorsitzende Hans-Jürgen Wächter hat etliche Schäden auf Achimer Straßen aufgelistet. Die Frostperiode ist zwar noch längst nicht zu Ende, aber der strenge Winter hat den Fahrbahnen und Radwegen bereits mächtig zugesetzt.

Das hat allerdings nicht nur Wächter beobachtet, sondern auch die zuständigen Verwaltungsfachleute von der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung (GGA) und dem Bauhof haben die Probleme erkannt. Jeden Tag sind Mitarbeiter des GGA auf Achimer Straßen unterwegs, inspizieren die Fußgängerzone, die Radwege und alle anderen Straßen, um den Zustand des Belages zu prüfen und die Schäden aufzunehmen. 'Die Liste wird länger und länger', sagt Steffen Zorn, Chef der Grundstücks- und Gebäudeverwaltung in Achim. Bis auf gröbste Schäden, die sofort behoben werden, kann die Stadt aber bisher wenig tun. 'Wir müssen einfach abwarten, bis der Frost aus dem Boden heraus ist. Und das kann noch einige Wochen dauern', sagt Zorn.

Die Liste wird länger und länger

Die GGA ist bereits vollauf damit beschäftigt für den zuständigen Fachausschuss für Bauunterhaltung eine Bestandsaufnahme zu erstellen, die dann so bald wie möglich abgearbeitet werden muss. 'Tun wir das nicht, werden die Auswirkungen der Schäden viel gravierender', sagt Zorn. Schnelles Handeln sei nach dem Abzug des Frostes unbedingt vonnöten. 'Ich kann die Kosten zwar derzeit überhaupt nicht abschätzen, bin aber schon heute sicher, dass wir allein 15000 Euro für Sofortmaßnahmen benötigen', sagt Zorn.

Der Wechsel zwischen Frost- und Tauwetter habe dem Straßenbelag enorm zugesetzt, erläutert Wilfried Landwehr von der GGA. Wasser und Salz seien über die rissige Asphaltdecke in den Straßenbelag eingedrungen. Bei anschließend einsetzendem Frost, dehnt sich das Wasser wieder aus und verfügt über eine Kraft, durch die der Asphalt mühelos weggesprengt werde.

Selbst wenn im oberen Bereich keine Löcher zu sehen seien, könne der Frost das Fundament der Straße bereits beschädigt haben, ergänzt Steffen Zorn. 'Wir können also zurzeit noch gar nicht abschätzen, was tatsächlich auf uns zukommt', meint Zorn. Mit Flickwerk komme man aber nicht weiter, weil anschließend die Schäden in der Regel weitaus größer seien. Außerdem sei die Stadt gesetzlich verpflichtet, die Verkehrssicherheit zu erhalten, und müsse allein schon wegen der drohenden Unfallgefahr Schlaglöcher umgehend wieder beseitigen.

Das sieht auch der Achimer Ratsvorsitzende Hans-Jürgen Wächter (SPD) ähnlich. Wobei sich Wächter bei einzelnen Projekten noch politische und finanzielle Unterstützung vom Land erhofft und ein Schreiben an die örtlichen Landtagsabgeordneten Wilhelm Hogrefe (CDU), Gero Hocker (FDP) und Ralf Borngräber (SPD) gesandt hat.

In dem offenen Brief fordert Wächter, dass sich das Land kurz- und mittelfristig mit der Landesstraße 157 von Uphusen bis Baden - möglichst noch bis Langwedel - befasst, da der Zustand der Straße hier an einigen Stellen nur noch beklagenswert sei. 'Die Löcher auf dieser stark befahrenen Straße zwischen Bremen und Verden sind uns schon lange ein Dorn im Auge', sagt Wächter. Ähnlich sei das bei der Verbindungsstraße von Achim-Mitte über Embsen nach Oyten. Auch dort sei eine Sanierung in weiten Teilen der Straße dringend gefordert, meint Wächter und möchte die Landtagsabgeordneten gerne zu einem Ortstermin mit Politik und Stadtverwaltung einladen, um die Schäden direkt in Augenschein zu nehmen. 'Mir ist bewusst, dass Winterschäden an den Straßen im ganzen Land und in allen Kommunen ein Thema sein werden', sagt Wächter. Aber gerade deshalb sei es wichtig, rechtzeitig auf die dringendsten Problemfelder hinzuweisen, die umgehend beseitigt werden müssten.

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