Gemeinde Lilienthal stellt Service ein

Gästeinformation ist geschlossen

Neuigkeiten von der Lilienthaler Gästeinformation: Im Ort gibt es jetzt in relativ zentraler Lage einen Wohnmobilstellplatz. Neues gibt es aber auch über die Gästeinformation selbst: Die ist offiziell seit 1. September geschlossen.
10.09.2014, 21:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Siegfried Deismann

Neuigkeiten von der Lilienthaler Gästeinformation: Im Ort gibt es jetzt in relativ zentraler Lage einen Wohnmobilstellplatz. Neues gibt es aber auch über die Gästeinformation selbst: Die ist offiziell seit 1. September geschlossen. Unter der bisherigen Nummer 929118, unter der in den vergangenen 16 Jahren Silke Huntenburg-Röber zu erreichen war, weist eine Bandansage auf diesen Umstand hin und verweist Anfragende an die Gästeinformationen in Worpswede und Bremen.

Den Lilienthaler Gästeservice gibt es offiziell nicht mehr. Statt Silke Huntenburg-Röbers Stimme hören Anrufer unter ihrer Nummer jetzt eine Bandansage: „Guten Tag! Die Gästeinformation Lilienthal wurde leider geschlossen und das Büro ersatzlos aufgelöst“, heißt es dort, und dass man Informationen über Lilienthal im Internet unter der Adresse der Gemeinde finde. Weitergehende Informationen gebe es bei den Gästeinformationen in Worpswede und Bremen.

Gute Anbindung

Dort können Durchreisende dann hoffentlich auch erfahren, dass Lilienthal jetzt einen gut angebundenen Wohnmobilstellplatz hat. Abstellmöglichkeiten für Wohnmobile gab es bisher schon auf dem Campingplatz Vierhausen. Der zweite offizielle Wohnmobilstellplatz, nun aber in zentraler Lage, befindet sich auf dem Schoofmoorparkplatz kurz vor dem Vereinsheim des SV Lilienthal-Falkenberg. Zwar gebe es keine Ver- und Entsorgungsanlagen für Wasser und Abwasser, aber dafür sei der Platz nahe zum Jan-Reiners-Radweg gelegen, die Straßenbahn sei ebenfalls fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen. Einkaufsmarkt und Bäcker liegen auch um die Ecke, und im Hallenbad und dem angegliederten Restaurant könnten Kurzzeitcamper sich sowohl verpflegen als auch das Bad zum Schwimmen und Duschen nutzen, wirbt Silke Huntenburg-Röber für das neue Angebot der Gemeinde.

Weitere Werbung für dieses wie auch für andere touristische Vorzüge der Wümmegemeinde kann sie nun allerdings nicht mehr machen. Die Bekanntgabe des neuen Wohnmobilplatzes war zugleich ihre letzte offizielle Diensthandlung. Gerade ist Huntenburg-Röber damit beschäftigt, ihr Büro aufzulösen, denn ihr Tätigkeitsfeld verlegt sie fortan vom Fachbereich IV in den Fachbereich III, wo sie zukünftig in der Planungsabteilung tätig sein wird. „Ich freue mich auf diese Aufgabe“, sagt die studierte Diplom-Geografin, den Blick nur nach vorn gerichtet.

Woran sie sich spontan erinnere, seit sie 1998 in der Gästeinformation begonnen habe? Neben der stetig wachsenden Gästebetreuung habe sie unter anderem das Lilienthaler Gemeindelogo mitentwickelt, 2002 das Orientierungs- und Beschilderungssystem eingeführt, „das mittlerweile schon wieder erneuert werden müsste“, und in der Nähe des Borgfelder Landhauses die erste öffentliche Steganlage mit eingerichtet, kramt sie in ihrem Gedächtnis. Redaktionell habe sie die Veröffentlichungen über die Gemeinde verantwortet. Zudem sei sie in der Bauphase am Marketing für die Linie 4 beteiligt gewesen. Einen direkten Ansprechpartner für Touristen gebe es jetzt nicht mehr, aber die Gemeinde bleibe immerhin noch Mitglied in der Touristikagentur Teufelsmoor-Worpswede-Unterweser (TWU). In deren Publikationen können sich Lilienthaler Unterkunftsbetriebe immerhin noch präsentieren.

Wie Bürgermeister Willy Hollatz auf Anfrage mitteilte, sei damit der 2012 vom Rat mehrheitlich ergangene Arbeitsauftrag, die Gästeinformation mit der Betriebsaufnahme der Straßenbahnlinie 4 zu schließen, abgearbeitet worden. In Zukunft könnten manche Aufgaben deshalb gar nicht mehr, andere nur noch in Teilen ausgeführt werden.

„Wir verstehen uns ja als Serviceeinrichtung“, weshalb weiter telefonische Auskünfte erteilt und E-Mail-Anfragen beantwortet würden. Ortspläne gebe es ebenfalls weiterhin von Heike Habeck, die bisher auch schon im Gästeservice mitgearbeitet habe, am Infoschalter der Gemeinde. „Das sind im Vergleich zu vorher aber nur noch sehr rudimentäre Aufgaben, die in diesem Bereich wahrgenommen werden“, sagte der Bürgermeister.

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