In Hude öffneten sich grüne Oasen von Künstlern, Baumschulen und Hobbygärtnern für interessierte Besucher Garten-Kultur und Kultur im Garten

Erlebnisreichtum für die Sinne wurden gestern geneigten Kunstliebhabern und Gartenfreunden inmitten einer "Sommerblütenpracht" geboten. Im Rahmen der Huder Gartenerlebnisse lockten zwölf grüne Kleinode, zwei Kunstausstellungen und eine Führung zahlreiche Besucher. Die meisten von ihnen radelten von Station zu Station und holten sich Inspirationen für den eigenen Garten.
08.07.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Simone Becker

Erlebnisreichtum für die Sinne wurden gestern geneigten Kunstliebhabern und Gartenfreunden inmitten einer "Sommerblütenpracht" geboten. Im Rahmen der Huder Gartenerlebnisse lockten zwölf grüne Kleinode, zwei Kunstausstellungen und eine Führung zahlreiche Besucher. Die meisten von ihnen radelten von Station zu Station und holten sich Inspirationen für den eigenen Garten.

Hude. Zwischen gelben, weißen, blauen und roten Blüten summten Bienen und flatterten Schmetterlinge hin und her. Begleitet wurden sie dabei von neugierigen Blicken und leisem Gemurmel. Die Besucher unterhielten sich angeregt über die Schönheit und den Reichtum in diesem Insektenparadies. Die Möglichkeit, die sonst verborgenen grünen Oasen zu entdecken und zu erleben, bietet sich ja auch nur drei Mal im Jahr. Nur dann öffnen sich die Pforten zu den Gärten und die Türen der Ateliers. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. Die Touristik-Palette Hude hatte zu einem Ausflug ins Grüne, aber eigentlich vielmehr ins Bunte, geladen.

Eine fast unscheinbare, hinter einer weißen Holztür verborgene grüne Oase eröffnete sich den Besuchern an der Schützenstraße. Tibke Vehlies führte die zahlreichen Gäste durch ihre Gartenräume. "Ich habe meinen Garten nach Farben aufgeteilt, und es gibt hier verschiedene Sitzmöglichkeiten. Wenn ich hier sitze, muss es dort blühen", erzählte Tibke Vehlies. Besondere Hingucker in ihrem Garten sind die rosa Rosen, der Naturteich mit weißen Seerosen und ein Baum mit schneeweißen Blüten. "Das ist ein Blumenhartriegel. Bei dem fragen alle, wie der heißt", bemerkte die pensionierte Lehrerin.

Auch in den anderen zwölf Gärten gab es gestern viel zu entdecken. Landart-Künstlerin Insa Winkler sowie ihre Eltern Lisa und Joachim Winkler zeigten in ihrem "Studio Kunst und Landschaft" eine Symbiose von beidem. Zu sehen war eine Komposition von Skulpturen neben Rosen, Magnolien und Gehölzen. Auch der Landschaftsgarten von Horst Evers, Stünkels Gartenparadies, der Familiengarten Mümken oder das Arboretum in Neuenkoop bezauberten mit ihren Pflanz-Arrangements.

Die Touristik-Palette Hude bot außer den offenen Gartenpforten auch geführte halbtägige Radtouren zu privaten "Huder Sommergärten" mit Edeltraut Wachtendorf sowie Führungen durch den Park der Familie von Witzleben mit Elge Gerdes-Röben vom Verein der Freunde des Klosters Hude an. Im Burgmannshof waren zudem Naturfotografien und Keramikkunst von Erich Greiner, Elke Tholen und Albrecht Ziburski ausgestellt. Eine Verbindung aus Kunst und Natur gelang auch der Huder Künstlerin Halina Chwistek-Mindermann mit der Präsentation von Werken ihrer Kunstschüler in ihrem im englischen Stil angelegten Landschaftsgarten.

Zum Atelier Halina und zum Kunstladen "KuKuLa" geht es auf einem mäandernden Weg vorbei an zahlreichen Linden und Stauden. Dort malen die jungen und älteren Schüler der Kunst-Werk-Schule mitten in der Natur oder auch mal im Atrium oder im Wintergarten, in dem eine große Kassie ihre gelben Blüten malerisch auf die weißen Fliesen fallen lässt. "Halina ist unsere Lehrmeisterin, die einen Blick für unsere individuellen Fähigkeiten und Interessen hat. Wir haben schon viel von ihr gelernt", berichteten Waltraud Benn und Gertraude Pfeffer, die seit über zehn Jahren an Kursen in der Kunst-Werk-Schule teilnehmen.

Ausgestellt wurden am vergangenen Wochenende die Werke von zwölf Schülern zwischen Blumen und unter Bäumen. "Durch die Präsentation der Bilder in der Natur wird zusätzlich etwas Einzigartiges geschaffen. Eine Rose oder ein Schatten, der auf die Leinwand fällt, wird so Teil des Bildes", bemerkte Halina Chwistek-Mindermann, die sich über die vielen Garte- und Kunstliebhaber freute. Einige von ihnen haben sich auch gleich zum nächsten Kunstkurs bei ihr angemeldet oder überlegen, ihren eigenen Garten im kommenden Jahr zu öffnen. "Das ist eine gute Sache. Sehr interessant. Mal gucken, ob ich da nicht auch mal mitmache", sagte Angelika Anders, die mit Freunden eine Radtour zu den einzelnen Stationen unternahm.

Garten-Kultur und Kultur im Garten

In Hude öffneten sich grüne Oasen von Künstlern, Baumschulen und Hobbygärtnern für interessierte Besucher

Zitat:

"Durch die Präsentation in der Natur wird etwas

Einzigartiges geschaffen."

Malerin Halina Chwistek-Mindermann

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