Unser Spieler der Woche: Tobias Cordes vom Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum Gebolzt wird nur in der Halle

Bassum. Letzten Endes war es eine Entscheidung des Herzens. Es hat nicht viel gefehlt, dann wäre Tobias Cordes nicht beim Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum gelandet, sondern in der Bremen-Liga. Mit dem Brinkumer SV waren eigentlich alle Modalitäten abgeklopft, doch dann lieferte TSV-Coach Stephan Stindt die besseren Argumente, der 19-Jährige wechselte vom SC Twistringen zurück zu seinem Heimatverein - und zeigt dort bisher starke Leistungen in Serie. So auch zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Wietzen, Tobias Cordes ist deshalb unser Spieler der Woche.
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Gebolzt wird nur in der Halle
Von Malte Bürger

Bassum. Letzten Endes war es eine Entscheidung des Herzens. Es hat nicht viel gefehlt, dann wäre Tobias Cordes nicht beim Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum gelandet, sondern in der Bremen-Liga. Mit dem Brinkumer SV waren eigentlich alle Modalitäten abgeklopft, doch dann lieferte TSV-Coach Stephan Stindt die besseren Argumente, der 19-Jährige wechselte vom SC Twistringen zurück zu seinem Heimatverein - und zeigt dort bisher starke Leistungen in Serie. So auch zuletzt beim 2:1-Sieg gegen Wietzen, Tobias Cordes ist deshalb unser Spieler der Woche.

'Ich muss anscheinend die richtigen Worte kurz vor Pfingsten gehabt haben', erinnert sich Stephan Stindt nicht ohne Stolz zurück. Und sein Mann für das defensive Mittelfeld kann das nur bestätigen. 'Stephan ist schon ein geiler Trainer', lobt Cordes lachend. Bis zu den C-Junioren hatte er einst in Bassum das Kicken gelernt, dann meldete sich der SV Werder Bremen. 'Von da an habe ich fünf Jahre lang dort gespielt', erinnert sich Cordes zurück. Unter anderem stand er mit Onur Ayik und Felix Wiedwald, die beide mittlerweile zum erweiterten Kader der Schaaf-Truppe gehören, als Stammkraft bei den A-Junioren in der Bundesliga auf dem Platz.

Irgendwann folgte der Übergang in den Herrenbereich, auch aufgrund einer beginnenden Ausbildung als Bankkaufmann reichte es für Cordes aber nicht zum Sprung zu den Amateuren oder in die dritte Mannschaft. 'Ich finde es aber absolut okay, wie es bislang gelaufen ist', meint der 19-Jährige - und es kommt überzeugend daher, keine Spur von unterschwelliger Trauer in der Stimme. Kein Wunder, zu viel Spaß macht dem Youngster das Spielen mit seinen aktuellen Kollegen, schließlich sind auch seine besten Kumpel Marc Müller, Jens Nubbemeyer und Mathis Hoffmann im gleichen Klub, mit denen er auch abseits des grünen Rasens immer mal wieder unterwegs ist.

Bolzen mit den Ex-Kollegen

Gleiches gilt übrigens auch für die ehemaligen Mannschaftsgefährten aus Bremen. 'Zu einigen habe ich noch immer Kontakt, auch zu Spielern, die ebenfalls nicht mehr bei Werder spielen. Wir treffen uns ab und zu zum Bolzen in der Halle in Habenhausen', erzählt Cordes.

Gebolzt wird in Bassum verständlicherweise nicht. Dort soll eher gespielt und - dann doch eben in Werder-typischer Manier - das Publikum unterhalten werden. Mit Ergebnissen von 6:4 bis 5:1 in dieser Saison keine Schwierigkeit. 'Es ist toll, wenn die Zuschauer richtig Spaß bei unseren Spielen haben. Und die größere Sicherheit in der Abwehr kommt mit der Zeit, wenn sich unser junges Team richtig eingespielt hat', glaubt Cordes. 'Und dann wird es richtig schwer sein, uns zu schlagen.'

Warum er derzeit so torgefährlich ist, kann er selbst nicht recht erklären, denn eigentlich ist er in der Defensive zu Hause. 'Ich gehe halt gern mit nach vorne, manchmal auch zu oft. Stephan hat mir schon gesagt, dass es mit der Rückwärtsbewegung noch besser klappen muss.' Früher in Bremen agierte Cordes sogar in der Innenverteidigung. 'Das war eine schwierige Umstellung damals, hat aber auch Spaß gemacht. Ich freue mich aber, dass ich jetzt wieder, wie früher bereits in Bassum, im Mittelfeld spielen darf.' Und so lange ihm ähnlich starke Solo-Läufe, die dann auch noch mit einem Torerfolg enden, wie gegen Wietzen gelingen, wird er auch nicht an die Kette gelegt.

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