Fußball-Landesliga Bremen: Joho-Team untermauert mit einem 3:0 über den Geestemünder SC seine Aufstiegsambitionen Geduld, die sich für den SC Weyhe auszahlt

Weyhe. Der SC Weyhe bleibt nach einem verdienten 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Geestemünder SC weiter auf Aufstiegskurs in der Landesliga Bremen.
03.05.2010, 05:16
Lesedauer: 2 Min
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Von lars lucke

Weyhe. Der SC Weyhe bleibt nach einem verdienten 3:0 (0:0)-Heimsieg gegen den Geestemünder SC weiter auf Aufstiegskurs in der Landesliga Bremen.

Allerdings sollte es bis tief in die zweite Halbzeit dauern, bis das Abwehrbollwerk der Gäste geknackt war. Die Geestemünder zeigten nur untergeordnetes Interesse daran, die Mittellinie zu überschreiten, verteidigten dafür mit Mann und Maus im eigenen Strafraum und machten auf diese Weise die Räume eng. Weyhe kreierte zwar, insbesondere in den ersten 30 Minuten, Strafraumszenen am laufenden Band, am gefährlichen Abschluss aber haperte es. Gerrit Privenau und Patrick Grisko versuchten immer wieder, die Lücke in der vielbeinigen Abwehr zu finden. Die aber blockte konsequent alles ab, was unter Torschussverdacht stand. Weyhe-Trainer Stephan Joho hatte sein Team auf ein Geduldsspiel vorbereitet: 'Wenn du einen Gegner hast, der nur auf Zerstören aus ist, dann musst du vor allem ruhig bleiben", riet er.

Kurz vor der Pause kam die Aufregung dafür von anderer Seite: Nach einem Kopfballduell sank der Geestemünder Tom Matussek schwer zu Boden und musste mit heftig blutender Platzwunde im Krankenwagen abtransportiert werden.

Nach 57 Minuten wechselte Stephan Joho den A-Jugendlichen Cemalettin Kayacan ein, um noch mehr Druck nach vorne zu entfachen. Der Schachzug gelang. In der 73. Spielminute war Kayacan zur Stelle, nachdem Gerrit Privenau eine Kontersituation mit einem Schuss an den Innenpfosten abgeschlossen hatte, und schob den Abpraller seelenruhig ein. Der Bann war gebrochen. Die Gäste mussten ihre radikale Defensivstrategie ändern, fanden aber kein Konzept für die Vorwärtsbewegung. Umgekehrt nutzten die Hausherren die sich nun auftuenden Lücken eiskalt aus. Drei Minuten nach der Führung wurde Mazlum Demirci (76.) auf der linken Seite steil geschickt. Der ließ sich nicht aufhalten und versenkte das Spielgerät unhaltbar für im langen Eck. Geestemünde konnte den Schalter nicht mehr umlegen und musste aufpassen, in der Defensive nicht auseinanderzubrechen. In der 85. Minute ließen die Gäste den eingewechselten Frank Felgenhauer unbedrängt flanken. Der nutzte seine Freiheit und servierte maßgerecht auf

den Kopf von Daniel Engelhardt, der den Endstand markierte.

Weyhe bleibt auf dem zweiten Tabellenplatz und hält im spannenden Aufstiegsrennen sein Schicksal selbst in der Hand.

SC Weyhe: Denter - Pflug, Lassalle, Engelhardt, Tietjen, Palmanak (57. Kayacan), Privenau, Derr, Demirci (81. Felgenhauer), Grisko, Arify (77. Sperling).

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