Handball-Oberliga Gegen Cloppenburg ist kein Kraut gewachsen

Schwanewede. Die Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen haben ihr erstes Heimspiel in der Oberliga Nordsee der Männer mit 26:35 gegen den Favoriten TV Cloppenburg verloren. Gäste-Trainer Theo Niehaus prophezeite den 'Sahneschnitten' trotzdem eine gute Saison.
12.09.2010, 23:53
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Schwanewede. Als die Handballer der HSG Schwanewede/Neuenkirchen in die abgedunkelte Heidehalle einliefen, zuckten auf einer riesigen Leinwand Blitze. Die schlugen zum Leidwesen der meisten der 625 Zuschauer allerdings nicht beim Gegner, sondern bei der heimischen Mannschaft ein. Glatt mit 26:35 verloren die 'Sahneschnitten' von Trainer Henning Schomann ihr erstes Heimspiel in der Oberliga Nordsee der Männer gegen den Favoriten TV Cloppenburg.

Die Hausherren hatten sich zwar mehr ausgerechnet, aber das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf korrekt wider. Nur einmal im Verlaufe der gesamten Begegnung, eine Viertelstunde vor Schluss, verdrängte ein kleiner Hoffnungsschimmer die drohenden Gewitterwolken am Horizont. Da hatte Jan Mühlbrandt den zuvor klaren Rückstand bis auf 23:26 verkürzt. Zu diesem Zeitpunkt agierten die Cloppenburger Akteure freilich mit zwei Akteuren weniger auf dem Parkett. Als sie wieder vollzählig waren, bauten sie ihren Vorsprung erneut schlagartig aus.

Schläge setzte es in dieser körperbetonten und nicht gerade von der feinen englischen Art gekennzeichneten Partie mehrfach. So zückten die Unparteiischen gegen den Cloppenburger Lars Osterloh und den Schwaneweder Michael Wallrabe den Roten Karton, weil sie zuvor schon dreimal Gelb gesehen hatten.

Starker Sommerfeld machtlos

Nachdem die Hausherren im Abwehrbollwerk der Gäste in der Anfangsphase überhaupt keine Lücke gefunden und schnell ins Hintertreffen geraten waren, fanden die Schomann-Schützlinge allmählich ihren Rhythmus und lagen nach zehn Minuten nur 5:6 zurück. Allerdings machte Daniel Sommerfeld im Tor der 'Schwäne' den gegnerischen Angreifern das Leben auch schwer.

Mehrfach kamen sie frei zum Wurf, meistens zogen Füße und Hände des HSG-Keepers die Bälle magisch an. Doch gegen das schnelle und trickreiche Spiel der Gäste am Kreis und die überragenden Rückraumschützen Patrick Schlömer und Jürgen Erdmann konnte auch er letztlich nichts ausrichten.

Nichts auszusetzen

Auf der anderen Seite versöhnten vor allem Jan Mühlbrandt und Mirko Ahrens das Publikum mit sehenswerten Toren. An Engagement und kämpferischer Einstellung des Oberliga-Neulings gab es denn auch aus Sicht von Schwanewedes Handball-Obmann Dirk Schlegel nichts auszusetzen. Henning Schomann räumte jedoch ein, dass sein Team im Spiel aufs Tor zu wenig Druck aufgebaut habe. Deshalb sei der Sieg der Gäste verdient.

Dessen Trainer Theo Niehaus, der selbst schon einmal für die 'Schwäne' gespielt hatte, zeigte sich von der 'tollen Kulisse' in der Halle sehr beeindruckt: 'So macht Handball Spaß.' Sein Team lobte er für den unbedingten Siegeswillen. Und den 'Sahneschnitten' prophezeite er, dass sie in der Oberliga Nordsee eine gute Rolle spielen würden.

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