Kommentar über das Tierwohl-Label Geht doch!

Freiwillige Kennzeichnungen haben kaum etwas verbessert. Aber was auf dem Eiermarkt funktioniert, wird auch auf dem Fleischmarkt funktionieren, meint unsere Redakteurin Silke Looden.
19.06.2019, 18:35
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Geht doch!
Von Silke Looden

Wer hätte gedacht, dass eine CDU-Agrarministerin aus Niedersachsen eines Tages nicht nur die verpflichtende Kennzeichnung von Fleisch und Wurst fordert, sondern auch eine entsprechende Bundesratsinitiative durch den Landtag bringt? Chapeau! Barbara Otte-Kinast hat verstanden, dass freiwillige Labels an den teils unerträglichen Haltungsbedingungen von Nutztieren nichts ändern.

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Dass ihre Partei, die die Agrarlobby in Niedersachsen immer unterstützt hat, nun umschwenkt, hat auch etwas damit zu tun, dass Verbraucher das millionenfache Tierleid nicht länger akzeptieren und Supermärkte inzwischen ihre eigenen Tierschutz-Labels auf den Markt gebracht haben, weil das Bundesagrarministerium das Problem in den vergangenen Jahren ausgesessen hat. Was auf dem Eiermarkt funktioniert, wird auch auf dem Fleischmarkt funktionieren.

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Nur wenn die Verpackung eine klare Auskunft über die Haltungsform gibt, haben Konsumenten eine echte Wahl. Bleibt zu hoffen, dass Fleisch von Tieren, die nie das Tageslicht gesehen haben, genauso aus den Regalen verschwindet wie die heute unverkäuflichen Käfigeier.

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