Ausschuss bewilligt 4000 Euro Geld für die Schulkindbetreuung

Ottersberg. So viel parteiübergreifende Harmonie war selten und macht zugleich deutlich, in wie weit auf lokalpolitischer Ebene mittlerweile Konsens herrscht über Basisfunktionen in der komplizierten Gleichung gesellschaftlicher Gegenwart.
02.03.2010, 08:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Hans-Dieter Mahlstedt

Ottersberg. So viel parteiübergreifende Harmonie war selten und macht zugleich deutlich, in wie weit auf lokalpolitischer Ebene mittlerweile Konsens herrscht über Basisfunktionen in der komplizierten Gleichung gesellschaftlicher Gegenwart.

Die Mitglieder des Ottersberger Jugend-Sport-und Sozialausschusses zumindest waren auf ihrer jüngsten Sitzung bereit, einen Betrag von 4000 Euro in die Waagschale zu legen, um auf der anderen Seite die Tagesbetreuung von Kindern berufstätiger Eltern im Flecken Ottersberg zu gewährleisten. Geld, was dem gebeutelten Gemeindeetat schwer abgeht, dessen Einsatz nach Meinung aller Politiker aber notwendig ist.

Grund für dieses Unisono ist der Antrag des Vereins zur Förderung der Schulkindbetreuung im Flecken Ottersberg e.V., die Trägerschaft des Hortes Fischerhude, wo zur Zeit 20 Kinder nach Schulschluss betreut werden, auf den Verein für ambulante Erziehungshilfe e.V. zu übertragen. Bisher hat der Verein für Schulkindbetreuung diese Aufgaben unter Bezuschussung der Gemeinde Ottersberg auf weitgehend ehrenamtlicher Basis übernommen, sieht sich aber aufgrund der zunehmenden Belastung außerstande, den erreichten Qualitätsstandard aufrecht zu erhalten.

Seinen Vertretern, Heike Rauschenberger und Gerd Gollenstede war die Anerkennung des Gremiums gewiss. 'Der Verein hat wesentliche und gute Arbeit von zentraler Notwendigkeit geleistet', formulierte Stefan Bachmann (SPD) und fügte hinzu: 'Eine solch vernünftige Einrichtung muss auch im Hinblick auf die Attraktivität der Gemeinde als Zuzugsort erhalten bleiben'.

Der 4000 Euro teure Biss in den sauren Apfel des Gemeindeetats wurde ebenso wie die Überführung in den Verein Ambulante Erziehungshilfe einstimmig befürwortet. Für die neuen Verantwortlichen, in der Sitzung vertreten durch Gabriele Brockmann und Uwe Hering sind die 4000 Euro als zusätzlicher Jahresetat erforderlich, um die bis jetzt überwiegend ehrenamtlich geleistete Arbeit kostendeckend weiterführen zu können.

Einstimmig votierte das Gremium auch für den Antrag des Vereins Jugendhaus Fischerhude/Quelkhorn, die Durchführung der dortigen Jugendarbeit ebenfalls unter die Fittiche des Vereins Ambulante Erziehungshilfe zu legen. Auch das dafür erforderliche Übernahmekonzept wurde gebilligt.

Abgesehen davon, dass der Betrieb am gewohnten Standort weitergeht, ausgebildete Fachkräfte tätig sein werden und auch der Mitbestimmungsanteil der Jugendlichen erhalten bleibt, hat Uwe Hering von der Ambulanten Erziehungshilfe eine Zukunftvision: 'Auf längere Sicht haben wir die Idee einer vernetzten Jugendarbeit unter einem Dach, die alle Aufgaben bündelt und ein übergreifendes Konzept möglich macht'.

Die ohnehin von der Zehn-Prozent-Sparklausel der Gemeinde verringerte Etatsumme für das Jugendhaus in Höhe von 36000 Euro wurde mit vier Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen akzeptiert.

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