El Camino 2013 führt die Teilnehmer von Kirchweyhe nach Wallenhorst Rulle / Insgesamt 170 Kilometer Wegstrecke Gemeinsames Wandern auf dem Jakobsweg

Kirchweyhe. Das Projekt El Camino ist bundesweit einmalig: Ende Mai gehen etwa 1500 Menschen mit und ohne Behinderung ein Stück des Jakobsweges. Dabei führt der Weg vom 21. bis 30. Mai in zehn Etappen von Kirchweyhe nach Wallenhorst-Rulle bei Osnabrück. Eine Wegstrecke von insgesamt 170 Kilometern müssen zurückgelegt werden. Als Veranstalter sind das Bistum Osnabrück und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta aktiv. Am 23. Mai machen sich deshalb auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode und der Vechtaer Weihbischof Heinrich Timmerevers mit auf dem Weg.
09.04.2013, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Gemeinsames Wandern auf dem Jakobsweg
Von Onno Kutscher

Kirchweyhe. Das Projekt El Camino ist bundesweit einmalig: Ende Mai gehen etwa 1500 Menschen mit und ohne Behinderung ein Stück des Jakobsweges. Dabei führt der Weg vom 21. bis 30. Mai in zehn Etappen von Kirchweyhe nach Wallenhorst-Rulle bei Osnabrück. Eine Wegstrecke von insgesamt 170 Kilometern müssen zurückgelegt werden. Als Veranstalter sind das Bistum Osnabrück und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta aktiv. Am 23. Mai machen sich deshalb auch der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode und der Vechtaer Weihbischof Heinrich Timmerevers mit auf dem Weg.

Der Weg soll in zehn Tagen bewältigt werden. Dabei ist es möglich, einzelne Etappen auszuwählen und zurückzulegen, oder auch die gesamte 170 Kilometer lange Wegstrecke anzugehen. Der Weg kann an individuelle Bedürfnisse der Teilnehmer angepasst werden. Es gibt eigens gekennzeichnete Streckenabschnitte für Rollstuhl- und Fahrradfahrer. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sind besonders gekennzeichnet.

"Wir organisieren diese Wallfahrt im Bewusstsein, das wir einander brauchen", sagte Irene Block, die das Projekt angestoßen hatte. Ihr kam die Idee bei einer Wanderung auf dem nordspanischen Jakobsweg. "Ich konnte dort selbst Erfahrungen sammeln, die mich tief berührt haben", so Block. Diese Möglichkeit wollte sie auch Menschen mit Behinderung ermöglichen. Seit 23 Jahren arbeitet Block, die in der Seelsorge im Caritas-Verein Altenoythe tätig ist, in der Behindertenhilfe. "Wir möchten den Menschen eine ganz einfache Botschaft vermitteln: Ich will Dich so, wie Du bist." Laut Block ginge es bei dem Projekt El Camino vor allem um das Miteinander. Die Wallfahrt beinhaltet aber auch ökumenische Aspekte, unterstrich Stephan Trillmich, im Offizialat Vechta zuständig für die Kategorialseelsorge und Mitorganisator der Wallfahrt. Mehrfach lägen daher auch evangelische Kirchen und Einrichtungen am Weg, die man gemeinsam besuchen wolle.

"Die Wallfahrt ist ein außergewöhnliches Ereignis", betonte Bischof Bode. In Deutschland hatte die Pilgerwanderung spätestens seit Hape Kerkelings Buch-Bestseller "Ich bin dann mal Weg" für viel Aufsehen gesorgt. Neben der Selbstfindung, bei der es bei Wallfahrten vordergründig geht, soll bei El Camino vor allem das Miteinander im Vordergrund stehen. Menschen mit Behinderung sind daher ausdrücklich eingeladen, diesen Pilgerweg mit anderen zu entdecken. Paten unterstützen und begleiten sie dabei.

Gleichzeitig würden Menschen mit Behinderung viel zurückgeben, betont Block: "Dankbarkeit, Lebensfreude und Entschleunigung zum Beispiel." Block fasst die Gedanken von Teilhabe und Teilgabe so zusammen: "Menschen mit und ohne Behinderung treffen sich in ihrer Unterschiedlichkeit und in dem Bewusstsein, dass sie einander brauchen."

Informationen zu El Camino gibt es im Internet unter www.elcamino2013.de.

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