Grasberger Bürgerbusprojekt Genügend Fahrpersonal ist schon vorhanden

Grasberg. Ein Bürgerbus für die Gemeinde gewinnt spürbar an Fahrt. Jetzt trafen sich mehr als 20 Interessierte im Gasthaus Thoss, um sich über die ehrenamtliche Aufgabe als Bürgerbusfahrer zu informieren. Am Ende gab es 15 Zusagen, die das Projekt ein enormes Stück voranbringen.
05.01.2010, 17:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Göckeritz

Grasberg. Ein Bürgerbus für die Gemeinde gewinnt spürbar an Fahrt. Jetzt trafen sich mehr als 20 Interessierte im Gasthaus Thoss, um sich über die ehrenamtliche Aufgabe als Bürgerbusfahrer zu informieren. Am Ende gab es 15 Zusagen, die das Projekt ein enormes Stück voranbringen. ' Mit der Beteiligung und der signalisierten Bereitschaft können wir mehr als zufrieden sein', fassten auch Dagmar Renneke vom Planungsbüro Instara und der Adolphsdorfer Bürger und Mitinitiator Raimund Steinert zusammen.

Im Verlauf des Abends informierte Steinert die Anwesenden über notwendige Regularien. Bevor die Freiwilligen als Bürgerbusfahrer eingesetzt werden, müssen sie alte Führerscheine der Klasse 3 auf einen EU-Schein der Klasse B umschreiben lassen. Vorgeschrieben sind ein Gesundheitscheck einschließlich Seh- und Hörtest sowie ein Personenbeförderungsschein. Notwendig sind ferner ein Führungszeugnis und eine Auskunft bei der Bußgeldstelle in Flensburg. Die Untersuchungen werden vermutlich bei Vertragsärzten des Konzessionsträgers der Bürgerbuslinie, den Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser (EVB) durchgeführt werden, erfuhren die Teilnehmer aus Grasberg und den angrenzenden Gemeinden. Kosten entstehen den Chauffeuren dabei nicht. Die anfallenden rund 250 Euro übernimmt laut Raimund Steinert der noch zu gründende Verein Bürgerbus.

Dazu sollen sich die Fahrer ganz auf auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Jeder Fahrzeuglenker ist haftpflichtversichert, zusätzlich soll eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen werden. Der eingesetzte Bus mit acht Sitzplätzen soll barrierefrei und damit auch für Menschen mit Rollstühlen, Gehhilfen oder Müttern mit Kinderwagen leicht zugänglich sein. Mitfahren kann jeder, der an den noch zu bestimmenden Haltestellen steht, hieß es im Verlauf des Infoabends auch. Wo genau die Haltepunkte eingerichtet werden, ist noch offen und hängt von den Ergebnissen einer laufenden Fragebogenaktion ab, die den Bedarf der Bürger ermitteln soll. Fragebögen sind über die Dorfgemeinschaften und Heimatvereine verteilt worden, dazu liegen sie in den Grasberger Banken und Sparkassen, bei Lidl, Aktiv, der Esso-Tankstellen und im Schreibwarengeschäft Peters aus. Die Fragen können dazu im Internet - entweder über die offizielle Grasberg-Seite oder über die Adresse www.instara.de - ausgefüllt werden.

Das Grasberger Bürgerbusprojekt ist in Zusammenhang mit der Dorferneuerung in Grasberg-Nord entstanden und hat inzwischen auch das Interesse des Landkreises geweckt. Grasberg wäre eine Premiere in Osterholz und übernimmt somit eine Pilotfunktion, stellen Dagmar Renneke und Raimund Steinert fest.

Sicher ist schon jetzt, dass ein Bürgerbus zu attraktiven Bedingungen fahren wird. Der Fahrpreis soll dem niedrigsten VBN-Tarif entsprechen. Die Grasberger können sich am kommenden Freitag und Sonnabend weiter gezielt über das geplante Angebot informieren. In der Zeit von jeweils 10 bis 15 Uhr werden die Initiatoren vor dem Aktiv-Markt an der Wörpedorfer Straße stehen. Am Sonnabend wird dazu ein Bürgerbus erwartet.

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