Gewerbe- und Verkehrsverein Hude will Zuschuss für neue Festbeleuchtung Geschäftsleute planen schon für die Weihnachtszeit

Die Gemeinde Hude soll die Kasse öffnen. Der Gewerbe- und Verkehrsverein Hude (GUV) möchte die Weihnachtsbeleuchtung in den heimischen Geschäftsstraßen erneuern – und setzt dabei auf finanzielle Unterstützung seitens des Rathauses. Zwischen 29000 und gut 50000 Euro soll die neue energiesparende Beleuchtung kosten. 75 Prozent davon, so wünscht es sich der GUV, soll die Gemeinde tragen. Verwaltung und Politik tun sich vorerst schwer damit, diesen frühen Weihnachtswunsch zu erfüllen.
22.05.2013, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Marco Julius

Die Gemeinde Hude soll die Kasse öffnen. Der Gewerbe- und Verkehrsverein Hude (GUV) möchte die Weihnachtsbeleuchtung in den heimischen Geschäftsstraßen erneuern – und setzt dabei auf finanzielle Unterstützung seitens des Rathauses. Zwischen 29000 und gut 50000 Euro soll die neue energiesparende Beleuchtung kosten. 75 Prozent davon, so wünscht es sich der GUV, soll die Gemeinde tragen. Verwaltung und Politik tun sich vorerst schwer damit, diesen frühen Weihnachtswunsch zu erfüllen.

Hude. Das Weihnachtsfest kommt für die meisten Menschen stets ziemlich plötzlich. Noch kein Geschenk beisammen, schon ist das Fest der Liebe da. Der Gewerbe- und Verkehrsverein Hude (GUV) ist da einen Schritt weiter. Er hat bei der Gemeinde frühzeitig für das kommende Fest einen Zuschuss für die Weihnachtsbeleuchtung in den Huder Geschäftsstraßen beantragt. Genau über diesen Antrag hat der Ausschuss für Wirtschaft jetzt beraten. Fazit: Geschenke wurden dabei vorerst nicht verteilt.

Die Kosten für die neue Beleuchtung liegen nach Angaben des GUV zwischen 29000 und gut 50000 Euro, je nach Ausstattung. 75 Prozent der Kosten solle die Gemeinde übernehmen, so wünschte es sich Andreas Otte vom GUV. Die Verwaltung hatte der Politik allerdings lediglich vorgeschlagen, dass ein Zuschuss in Höhe von 20 Prozent geleistet wird, wenn ein detailliertes Konzept zur Gestaltung vorliegt. Die 20 Prozent seien angelehnt an die Zuschüsse, die Sportvereine bei Investitionen erhalten. "20 Prozent sind arg enttäuschend", sagte Otte. Zudem hinke der Vergleich mit Sportvereinen, denn die schafften nur etwas für ihre Mitglieder. Der Verein werde die Weihnachtsbeleuchtung nicht weiter verfolgen, sollte es bei einem Zuschuss in dieser Höhe bleiben.

Da die Politik nicht gleich das Ende der Beleuchtung einläuten wollte, nahmen die Mitglieder des Fachausschusses einen Vorschlag von Dieter Dalle (FDP) auf. "Wir sollten erst über das Konzept und die Preise reden – und dann über den Zuschuss." Auch Hermann Dunkler-Gronwald (SPD) plädierte dafür, "die Aktion zunächst konkreter zu machen". Man müsse schließlich wissen, wofür man das Geld freigebe.

Andreas Otte hatte zuvor das Motto "Wer zahlt, darf auch mitreden" ausgegeben. Deshalb habe man auch noch kein konkretes Konzept vorgelegt. Der GUV wolle einen "frischen, angenehmen Look, eine warme Beleuchtung für die Weihnachtszeit". Den Zuschuss der Gemeinde erhoffe man sich, weil "die Beleuchtung allen Hudern zugute komme". Stimmung und Atmosphäre des Ortes könnten so aufgewertet werden. Ein weiterer Vorteil der neuen Beleuchtung: der geringere Stromverbrauch. "Wir wollen LED-Leuchten einsetzen, damit verbrauchen wir nur noch einen Bruchteil der bisherigen Energie." Die Stromkosten zahlte bislang die Gemeinde. Otte sagte, die Investition sei eine dauerhafte Lösung für die nächsten 15 bis 20 Jahre.

Dennoch blieb die Frage im Raum, ob die Gemeindekasse überhaupt geöffnet werden müsse, damit Geschäftsinhaber – die sind es, die im GUV versammelt sind – vor ihren Geschäften eine neue Weihnachtsbeleuchtung installieren können. CDU-Ratsherr Horst Linnemann plädierte dafür, auch die Geschäftsinhaber zur Kasse zu bitten, die nicht Mitglied im GUV seien: "Es kann ja nicht sein, dass alle profitieren, aber nicht alle zahlen." Bürgermeister Axel Jahnz machte ihm dabei wenig Hoffnung: "Wir müssen nicht mit den großen Ketten Aldi, Lidl oder Rossmann reden. Die sagen einfach ,vielen Dank und frohe Weihnachten’, und das war’s." Otte bestätigte die Sichtweise: "Je weiter die Firmenzentrale von Hude entfernt ist, desto geringer die Chance."

Jahnz machte zudem klar, dass ein möglicher Zuschuss für den GUV zur Folge haben müsste, dass auch die Werbegemeinschaft Wüsting Geld für die Weihnachtsbeleuchtung bekäme – gleiches Recht für alle.

Der Ausschussvorsitzende Carsten Möhlenbrock (CDU) appellierte nicht nur an Geschäfts- und Firmeninhaber, sondern an alle Huder. "Vielleicht finden sich auch Sponsoren und Paten, die mit einer Spende dazu beitragen, dass Hude weihnachtlich leuchtet." Der Titel "Ein Stern, der Deinen Namen trägt" bekäme damit eine ganz neue Bedeutung, kommentierte Peter Zwiener (SPD) mit einem Augenzwinkern.

Wer sich einbringen möchte, kann sich ab sofort beim GUV per E-Mail an vorsitzender@guv-hude.de melden. In der Zwischenzeit soll der GUV einen konkreten Vorschlag für die Beleuchtung machen. "Auf der Basis eines Vorschlags kommen wir dann noch einmal zusammen", sagte Jahnz. Noch steht Weihnachten ja nicht direkt vor der Tür.

Geschäftsleute planen schon für die Weihnachtszeit

Gewerbe- und Verkehrsverein Hude will Zuschuss für neue Festbeleuchtung

Zitat:

"Für uns gilt das Motto:

Wer zahlt,

darf auch mitreden."

Andres Otte (GUV)

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