Gemeinde Sottrum investiert in elektrisches Läutwerk

Glocke versieht wieder Dienst

Stuckenborstel. Fast vier Jahre lang stand das Läutwerk still. Jetzt hallte erstmals wieder der Klang der Glocke durch die Stuckenborsteler Straßen: Die Gemeinde Sottrum hat innerhalb der Dorferneuerung in ein elektrisches Läutwerk investiert. Diejenige, die sich am meisten darüber freuen dürfte, dass die Glocke wieder ihren Dienst tut, ist Lydia Lindes. Die 91-Jährige sorgte mehr als 40 Jahre lang dafür, dass das Läuten werktags um 11.30 Uhr, sonntags um 9 Uhr und von März bis September auch um 18 Uhr zu hören war. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie ihre Aufgabe als "Glöcknerin von Stuckenborstel" 2008 niederlegen. "Leider fand sich niemand, der meine Nachfolge antreten wollte", bedauert sie. Doch: Ein elektrisches Läutwerk ist besser als gar nichts, und so strahlte Lindes bei der Einweihung durch Sottrums Bürgermeisterin Christa Kirchhof mit Marga Foelske, der Sprecherin der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, um die Wette. Schließlich hatte die Glocke eine lange
21.04.2012, 05:00
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Von Andrea Zachrau

Stuckenborstel. Fast vier Jahre lang stand das Läutwerk still. Jetzt hallte erstmals wieder der Klang der Glocke durch die Stuckenborsteler Straßen: Die Gemeinde Sottrum hat innerhalb der Dorferneuerung in ein elektrisches Läutwerk investiert. Diejenige, die sich am meisten darüber freuen dürfte, dass die Glocke wieder ihren Dienst tut, ist Lydia Lindes. Die 91-Jährige sorgte mehr als 40 Jahre lang dafür, dass das Läuten werktags um 11.30 Uhr, sonntags um 9 Uhr und von März bis September auch um 18 Uhr zu hören war. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie ihre Aufgabe als "Glöcknerin von Stuckenborstel" 2008 niederlegen. "Leider fand sich niemand, der meine Nachfolge antreten wollte", bedauert sie. Doch: Ein elektrisches Läutwerk ist besser als gar nichts, und so strahlte Lindes bei der Einweihung durch Sottrums Bürgermeisterin Christa Kirchhof mit Marga Foelske, der Sprecherin der Arbeitsgruppe Dorferneuerung, um die Wette. Schließlich hatte die Glocke eine lange

Tradition im Sottrumer Ortsteil: "Wenn sie ertönte, wussten die Bauern, dass es Zeit ist, zum Essen nach Hause zu kommen", erklärt Lindes. Sonntags um 9 Uhr erinnerte sie rechtzeitig vor Beginn des Gottesdienstes an den Kirchgang. Und: War ein Trauerfall im Ort zu vermelden, wurde zusätzlich geläutet.

Auch wenn das Läutwerk jetzt wieder seinen Dienst tut, will die Gemeinde noch einem Hinweis von Lydia Lindes nachgehen: "Die Glocke hängt zu tief und kann ihren Klang deswegen gar nicht voll entfalten", sagt sie.

Die Installation des elektrischen Läutwerks war eine von mehreren Maßnahmen im Kreuzungsbereich an der Landesstraße 168 und der Neubauer Heide. Darüber hinaus wurde das alte Feuerwehrhaus saniert und zur einen Seite geöffnet, Sitzmöglichkeiten für Radwanderer wurden geschaffen. Eine Kräuterspirale sowie eine Windharfe dienen als Hingucker. Die Einfahrt in die Neubauer Heide wurde weiter in Richtung Westen verlegt. Eine Verkehrsinsel auf gleicher Höhe soll für eine Drosselung der Geschwindigkeit des Verkehrs sorgen. Die Kosten für den Umbau des Spritzenhauses und das Läutwerk betrugen 28000 Euro. Der Umbau des Dorfplatzes und der Verkehrsflächen schlug mit 177000 Euro zu Buche. Die Gesamtsumme wurden vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) mit 130000 Euro bezuschusst.

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