Mit der allerletzten Aktion erzielt der VfL Wildeshausen im Derby gegen Jahn den 1:1-Ausgleich

Glückwünsche von Jürgen Gaden zu voreilig

Wildeshausen. 93. Minute gestern im Krandelstadion: Jürgen Gaden, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen, geht hinüber zu seinem Kollegen Matthias Kaiser und gratuliert ihm zum Sieg des TV Jahn Delmenhorst - etwas voreilig, wie sich herausstellte. Mit der allerletzten Aktion des Spiels und gleichzeitig der ersten richtigen Torchance kam der VfL doch noch zu einem schmeichelhaften 1:1 (0:0).
11.10.2010, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Lehmkuhl

Wildeshausen. 93. Minute gestern im Krandelstadion: Jürgen Gaden, Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Wildeshausen, geht hinüber zu seinem Kollegen Matthias Kaiser und gratuliert ihm zum Sieg des TV Jahn Delmenhorst - etwas voreilig, wie sich herausstellte. Mit der allerletzten Aktion des Spiels und gleichzeitig der ersten richtigen Torchance kam der VfL doch noch zu einem schmeichelhaften 1:1 (0:0).

Nach einem Zweikampf in der in der Wildeshauser Hälfte entschied Schiedsrichter Michael Biermann auf Freistoß für die Gastgeber - eine etwas zweifelhafte Entscheidung. Torwart Sebastian Pundsack spielte den Ball lang nach vorne, die Kopfballabwehr der Jahn-Abwehr nahm Tobias Kern volley und verwandelte mit einem Sonntagschuss aus 18 Metern. 'Da waren vor allem in der zweiten Hälfte einige Sachen, die in die falsche Richtung gepfiffen wurden', regte sich Jahn-Trainer Kaiser auf. 'Da wird Wildeshausen durch so einen Pfiff noch belohnt, obwohl sie von der ersten Minute an nur auf 0:0 gespielt haben und gar nicht gewinnen wollten.' Eine Einschätzung, die der Wildeshauser Co-Trainer Peter Görke indirekt bestätigte: 'In der Halbzeit haben wir in der Kabine gesagt, dass das 0:0 ein durchaus gutes Ergebnis für uns wäre. Das 1:1 war natürlich schon sehr glücklich.'

In den ersten 25 Minuten hatten sich beide Mannschaften im Mittelfeld neutralisiert. Die Defensivreihen standen gut, nach vorne fehlten auf beiden Seiten die zündenden Ideen. Den Wittekindstädtern merkte man deutlich an, wie sehr die verletzten Torjäger Sascha Görke und Kai Schmale fehlten; nach vorne ging 92 Minuten lang praktisch nichts. Doch auch der TV Jahn strahlte lange Zeit keine Gefahr aus, zeigte allerdings im Laufe des Spiels offensiv die reifere Spielanlage. Erst in der 26. Minute hatten die Gäste ihre erste gute Torchance. Nach einer herrlichen Kombination über vier Stationen traf Paul Leis mit einem Schlenzer vom Elfmeterpunkt aber nur den Innenpfosten. Kurz nach dem Wiederanpfiff waren die Delmenhorster dann auf die Mithilfe von Daniel Pasker angewiesen, um zur letztlich verdienten Führung zu kommen. Nach eigentlich schon gewonnenem Zweikampf gegen den starken Zana Ibrahim trat ausgerechnet der Routinier am Ball vorbei, und der Delmenhorster Stürmer netzte aus kurzer

Distanz und spitzem Winkel wuchtig ein.

Zehn Minuten später verhinderte der sichere Sebastian Pundsack mit einer Parade das 0:2 bei einem Freistoß von Mathias Gaster, doch nun schien alles für den TV Jahn zu sprechen. Anstatt aber selber die Gastgeber auszukontern, stellten sie ab der 75. Minute das Spielen ein, wovon Wildeshausen allerdings auch kaum profitieren konnte - bis zu dritten Minute der Nachspielzeit und Kerns Sonntagsschuss...

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