Ganderkeseer Christen verschiedener Konfessionen treffen sich heute Abend zum Weltgebetstag im aramäischen Gemeindehaus Gottesdienst spiegelt politischen und gesellschaftlichen Wandel

Ganderkesee. Christen verschiedener Konfessionen treffen sich am heutigen Freitag wieder in vielen Ländern zum Weltgebetstag. Auch im aramäischen Gemeindehaus an der Urneburger Straße in Ganderkesee versammeln sich ab 19 Uhr evangelische, aramäische und katholische Gemeindemitglieder, um gemeinsam zu beten, zu singen, zu tanzen und zu speisen.
07.03.2014, 00:00
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Gottesdienst spiegelt politischen und gesellschaftlichen Wandel
Von Esther Nöggerath

Christen verschiedener Konfessionen treffen sich am heutigen Freitag wieder in vielen Ländern zum Weltgebetstag. Auch im aramäischen Gemeindehaus an der Urneburger Straße in Ganderkesee versammeln sich ab 19 Uhr evangelische, aramäische und katholische Gemeindemitglieder, um gemeinsam zu beten, zu singen, zu tanzen und zu speisen. In diesem Jahr kommen die Vorlage für den Gottesdienst und das anschließende Essen aus Ägypten.

„Wasserströme in der Wüste“ heißt das Thema des diesjährigen Weltgebetstages, das sich auf eine Bibelstelle aus dem Buch Jesaja bezieht. „Wasser ist die Grundlage allen Lebens und hat daher schon immer eine große Rolle gespielt“, sagt Margarita Meyer von der St.-Hedwig-Gemeinde, eine von zehn Frauen, die den Weltgebetstag in Ganderkesee mit vorbereitet haben. Aber das „Wasser in der Wüste“ könne auch symbolisch verstanden werden. Den Text des Gottesdienstes haben christliche Frauen aus Ägypten nach der Revolution verfasst: Dabei geht es nicht nur um die Wasserknappheit, sondern auch um die politische und gesellschaftliche Umbruchszeit. In ihrem Gottesdienst bitten die ägyptischen Frauen um Frieden und soziale Gerechtigkeit, die „sich Bahn brechen sollen wie Wasserströme in der Wüste“.

„Der Weltgebetstag ist in diesem Jahr sehr viel politischer als sonst“, erzählt auch Margarita Meyer. Rund 100 Gäste aus den drei christlichen Gemeinden erwarten die Organisatorinnen zu der heutigen Veranstaltung. Bereits zum dritten Mal ist dabei das aramäische Gemeindehaus Schauplatz des Gottesdienstes zum Weltgebetstag.

Neben zahlreichen Liedern wie „Wer vom Wasser trinkt“ oder „Wagt euch zu den Ufern – stellt euch gegen den Strom“ präsentieren Mitglieder des Kirchenchors gemeinsam mit den Frauen vom Vorbereitungskreis an dem Abend auch einen Tanz. Eine Predigt gibt es aber nicht, sagt Meyer. Dafür steht eine Lesung aus dem neuen Testament im Mittelpunkt – auch dabei geht es um das Thema Wasser.

Im Anschluss an den Gottesdienst bieten die Frauen landestypische Speisen zum Verzehr an. Viele davon würden mit viel Knoblauch gemacht, erzählt Mecida Öztürk aus der aramäischen Gemeinde. Aber auch Zitrone und Minze würden die Ägypterinnen viel zum Kochen verwenden. Am Freitag können die Gäste neben einem Taboulé auch Auberginenpüree und andere arabische Gerichte probieren. Außerdem bietet der „Weltladen“ Lebensmittel und andere Waren aus Ägypten an.

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