Starke Aluminiumbelastung

Grundwasser oft nicht nutzbar

Teils hohe Aluminiumwerte in privaten Brunnen hat der VSR-Gewässerschutz in Stuhr und Weyhe nachgewiesen. Für den Verein ist der Befund alarmierend.
14.03.2019, 17:25
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Grundwasser oft nicht nutzbar
Von Alexandra Penth

Stuhr/Weyhe. Hohe Aluminiumwerte hat der VSR-Gewässerschutz in verschiedenen privat genutzten Brunnen in Weyhe und Stuhr nachgewiesen. Bei den Untersuchungen sei der Grenzwert der Trinkwasserverordnung für Aluminium von 0,2 Milligramm pro Liter (mg/l) wiederholt überschritten worden. Die höchsten festgestellten Aluminiumkonzentrationen wies die Probe eines Leester Brunnens mit 4,50 mg/l auf. Aluminium kommt überall im Boden vor, wird aber nur in stark saurem Grundwasser gelöst. Der VSR-Gewässerschutz stellte bei seinen Messungen in 90 Prozent der Proben pH-Werte unter dem Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 6,5 fest. Er schlussfolgert: Das Wasser im Untergrund wird immer saurer. Hauptursache sei die hohe Dichte an Massentierhaltung, bei der große Mengen Ammoniak anfallen, die besonders im Stall und bei der Ausbringung der Gülle freigesetzt werden. Durch den Regen gelangt es ins Grundwasser. Dieses ist laut der Organisation nur eingeschränkt zum Gießen geeignet, da es zu Schäden bei Pflanzen führen kann. In Teichen sind bereits geringe Aluminiummengen giftig für Fische. Der Verein fordert eine Einarbeitung der Gülle in den Boden innerhalb einer Stunde. Derzeit darf sie viermal so lange liegen.

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