Einzige Realschule im Comenius-Programm

GTS 2001 Syke als Ausnahme

Normalerweise sind die Gymnasien im Comenius-Programm unter sich. Nur in einem kleinen Ort in Niedersachsen gibt es eine Ausnahme: die Ganztagsschule GTS 2001 aus Syke. Und die ist bereits zum zweiten Mal in Folge dabei.
07.09.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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GTS 2001 Syke als Ausnahme
Von Micha Bustian

Normalerweise sind die Gymnasien im Comenius-Programm unter sich. Nur in einem kleinen Ort in Niedersachsen gibt es eine Ausnahme: die Ganztagsschule GTS 2001 aus Syke. Und die ist bereits zum zweiten Mal in Folge dabei.

Syke. "Comenius ermöglicht innovative Wege der Zusammenarbeit und Partnerschaft schulischer Einrichtungen in Europa." So steht es auf der Internetseite des Pädagogischen Austauschdienstes. Lehrinstitute aus nunmehr elf Ländern beteiligen sich, auch die Ganztagsschule GTS 2001 aus Syke ist dabei. Das Besondere daran: Sie ist niedersachsenweit die einzige Realschule. Dementsprechend stolz präsentierten Schulleiter Rainer Goltermann und der betreuende Lehrer Rajinder Singh gestern das Programm.

Und das Beste kommt gleich zu Beginn: Vom 12. bis zum 14. November sind an der GTS die Vertreter aller teilnehmenden Schulen zu Gast. Schüler, Lehrer und Rektoren aus der Türkei, Griechenland, Rumänien, Lettland, Polen, Großbritannien, Portugal, Frankreich, den Niederlanden und Italien werden sich dann in der Hachestadt tummeln. Das ist der offizielle Start des Projektes, das aus Mitteln der Europäischen Union gefördert wird. Das Thema ist der Klimawandel.

In Syke werden die Teilnehmer ihre Planung präzisieren, eine Übersicht samt Erläuterung der zukünftigen Aktivitäten erhalten und ein Logo gestalten. Zudem soll ein Solar-Herd aus Haushaltsmaterial erstellt werden. Und auch der touristische Anteil ist themengebunden: Die geplanten Ausflüge gehen zum Klimahaus in Bremerhaven und zur Abfallwirtschaftsgesellschaft in Bassum. Für Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten müssen die Gäste aufkommen, die Gastgeber finanzieren die Comenius-Veranstaltungen und das Rahmenprogramm.

"Für alles zusammen standen uns im vergangenen Jahr 20000 Euro zur Verfügung", erinnert sich Rajinder Singh. Jetzt, da einige Länder dazu gekommen sind, rechnet er mit 22000 Euro.

Beschäftigen werden sich alle Schulen mit dem Klimawandel. Im ersten Jahr soll folgende Frage beantwortet werden: Was sind die Ursachen und Einflüsse der globalen Erwärmung? Im zweiten Jahr schließt sich diese Frage an: Was wird meine zukünftige Rolle als europäischer Bürger sein? Egal, was den GTS-Schülern der Klasse R9B dazu einfällt – dokumentiert und vorgetragen muss alles auf Englisch werden. "Das hat letztens gut funktioniert", sagt Rajinder Singh. "Das hat mich schon beeindruckt." Das Comenius-Programm wird fächerübergreifend von Klassenlehrerin Simone Treunert betreut.

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