Herzenaktion des SoVD in Brinkum Hilfe von Herzen

Stoffherzen für an Brustkrebs erkrankte Frauen nähen Stuhrerinnen derzeit unter der Regie des SoVD Brinkum-Seckenhausen-Groß Mackenstedt.
20.02.2019, 18:17
Lesedauer: 2 Min
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Von Lynn Baron

Stuhr-Brinkum. Der Duft von Kaffee weht einem schon entgegen, wenn man das Haus Lohmann in Brinkum betritt. Mitglieder des örtlichen Sozialverbands Deutschland (SoVD) sitzen an einem langen Tisch in einem Raum des Hauses, aber auch einige Gäste sind anwesend. Die Mitglieder des Ortsverbands Brinkum-Seckenhausen-Groß Mackenstedt bieten Kekse an, trinken Kaffee und tratschen über die kommenden Wochen, einige erzählen sich auch schon von ihren Näh-Künsten. An der Wand steht ein Regal, auf dem viele Stoffkissen in Herz-Form liegen, die von den Organisatorinnen schon als Muster genäht wurden. „Die Kissen unterstützen an Brustkrebs erkrankte Frauen beim Liegen. Das entlastet die Wunde“, erklärt die Gruppen-Leiterin Brigitte Winter und klemmt sich das Kissen demonstrierend zwischen Arm und Brust. Man erkennt einen Unterschied zwischen den Kissen, einige sind kleiner als die anderen. „Die Kleineren spenden wir an Kinder, die in Krankenhäusern sind, damit sie eine Freude haben, die Größeren bekommen an Brustkrebs erkrankte Frauen.“ Sie zu verkaufen, käme nicht infrage. Das sei nicht nach den Vorgaben des Erfinders.

Bevor das eigentliche Gespräch losgeht, erscheint in der Tür eine Frau, Ursula Schmidt-Hammann aus Brinkum, die zwei große Tüten in der Hand hat. „Ich bin extra mit dem Fahrrad hierher gekommen, um diese Stoffe vorbeizubringen. Einige sind schon gebraucht, aber manche habe ich komplett neu gekauft.“ Auf die Frage, warum sie das gemacht hat, antwortet sie: „Ich habe die Aktion in der Zeitung gesehen. Ich selber kann gar nicht nähen, deswegen dachte ich, dass ich wenigstens einige Materialien vorbeibringe, um etwas Gutes zu tun.“ Die Stoffe werden in die Ecke gelegt, wo sich bereits ein Haufen von verschiedensten Baumwolltextilien gebildet hat. Jeder könne sich am Ende des Treffens etwas von dem Haufen nehmen und mit nach Hause nehmen, denn das Nähen der eigentlichen Herzen erfolgt Zuhause.

Auch Hanna Bakker aus Seckenhausen hat von der Aktion in der Zeitung gelesen. „Mir macht nähen Spaß. Warum das dann nicht kombinieren und einfach mal was Gutes tun?“, fragt sie.

Die Idee der Herzenkissen komme von einer dänischen Krankenschwester, die an ihren Patienten mehrere Kissen ausprobiert hat, bis es zu der Musterform gekommen ist, die am bequemsten sei. Damit alle Kissen gleich aussehen und auch die best mögliche Form haben, werden Schablonen verteilt. Die Herzen haben eine tiefere Einkerbung und sind runder als normale Herzen, damit den Patienten auch wirklich nichts wehtut. Deswegen müssen die großen Kissen auch 170 Gramm Füllung haben und nicht mehr oder weniger, denn sie dürfen weder zu hart, noch zu weich sein.

Erst um die Kissen mit Watte zu stopfen, werden sich die Frauen in vier Wochen wieder treffen. Bis dahin solle jede so viele Kissen nähen, wie sie möchte. „Die Aktion soll Spaß machen und kein Muss sein“, erläutert Karin Schweers, die zusammen mit Brigitte Winter die Aktion leitet. „Unser Ziel ist es, um die 100 Kissen zu nähen.“

Die Gruppe will sich übrigens noch über das „Herzensprojekt“ hinaus treffen. Der Plan ist, als nächstes Stoffbeutel zu nähen. Sie sollen, wenn der SoVD einen Stand bekommt, auf dem Stuhrer Weihnachtsmarkt verkauft werden, um den Erlös wiederum zu spenden, so Winter.

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