Neue Werke in der Stuhrer Bibliothek – darunter auch Ratgeber Hilfestellungen bei Computersucht

Stuhr. Wenn das Kind nur noch Augen für den Computer hat, bangt so manches Elternpaar um die gesunde soziale Entwicklung seines Sprösslings. Doch wie viel Herumtreiberei in der virtuellen Welt ist eigentlich schädlich? Was ist gut, was normal, und wann muss man von Sucht sprechen? Auf diese Fragen wollen gleich zwei neue Ratgeber in der Stuhrer Bibliothek Antwort geben.
23.10.2013, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Merle Heusmann

Wenn das Kind nur noch Augen für den Computer hat, bangt so manches Elternpaar um die gesunde soziale Entwicklung seines Sprösslings. Doch wie viel Herumtreiberei in der virtuellen Welt ist eigentlich schädlich? Was ist gut, was normal, und wann muss man von Sucht sprechen? Auf diese Fragen wollen gleich zwei neue Ratgeber in der Stuhrer Bibliothek Antwort geben. Sie bringen die Phänomene der ersten Generation von Kindern, die im Netz aufwächst, ans Tageslicht.

Das erste Sachbuch stammt aus den Federn von Gerald Hüther und Wolfgang Bergmann und zeigt unter dem Titel „Computersüchtig? Kinder im Sog der modernen Medien“ die Ursachen einer Computersucht. Indem das Werk den Eltern einen Einblick in die Welt von Spielen und sozialen Netzwerken gibt, wird ihnen erklärt, wie sie ihrem Kind helfen können. Denn einen Grund zum Handeln dürften die beiden Autoren allemal liefern. Schließlich sei die Faszination für den Computer mehr als ein Anzeichen für „digitale Demenz“.

Mit der Problematik einer Computersucht beschäftigen sich auch Christoph Möller und Vanessa Glaschke in ihrem Ratgeber „Computersucht: Was Eltern tun können“. In diesem Werk erhalten die Mütter und Väter konkrete Hilfestellungen für eine Erziehung, in der ein vernünftiger Umgang mit Medien großgeschrieben wird. Weiter zeigt der Ratgeber auf, welche Therapiemöglichkeiten es für Kinder und Jugendliche mit Suchtproblemen gibt.

Eine Möglichkeit, der virtuellen Welt zu entfliehen, ist es sicher auch, einfach selbst etwas zu lesen. Für Sechs- bis Neunjährige empfiehlt sich beispielsweise das Buch „Erzähl mal, wie es früher war: Geschichten über das Leben früher und heute“ von Manfred Mai. Mit Geschichten einer fiktiven Mehrgenerationenfamilie lässt der Autor in diesem Buch verschiedene Bereiche des Alltags der vergangenen Jahrzehnte lebendig werden. Diese Darstellungen und die damit einhergehenden Sachinformationen dürften so manchen kleinen Leser dazu anregen, die Thematik mit den Eltern oder Großeltern einmal zu vertiefen.

Lebendig wie in der Mehrgenerationengeschichte geht es auch im jüngsten Roman des 86-jährigen Autors Martin Walser zu. Der trägt den Titel „Die Inszenierung“. Ein berühmter Theaterregisseur liegt darin nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Herausgerissen aus der Inszenierung des Dramas „Die Möwe“ von Anton Tschechow inszeniert er vom Krankenbett aus weiter. So werden die Nachtschwester, seine Ehefrau und er selbst zu den Akteuren in dem Roman, der ohne Erzähler auskommt.

Die Stuhrer Bibliothek hat zwei Standorte: In Brinkum (Jupiterstraße 1, Tel. 0421/801002) ist sie dienstags von 11 bis 19 Uhr und freitags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. In Moordeich (Neuer Weg 11, Tel. 0421/562035) können montags von 11 bis 17 Uhr und donnerstags von 11 bis 19 Uhr Bücher entliehen werden.

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