Unser Spieler der Woche: Heinrich Büntemeyer vom SV Bruchhausen-Vilsen Immer noch mit Lust und Laune

Bruchhausen-Vilsen. Irgendwann war er einfach an diesem Punkt angelangt. Zwangsläufig, alles andere als zufällig. Es war der Moment, als sich Fußball für Heinrich Büntemeyer vom ambitionierten Sport mit möglicher Zukunftsperspektive zum liebgewordenen Hobby wandelte. Damals, als Jugendspieler beim SV Werder Bremen, spekulierte das Talent damit, dass Fußball den Lebensmittelpunkt darstellen könnte. Doch nach fünf Jahren hatten sich die Weichen in eine andere Richtung gestellt. 'Andere waren einfach besser', sagt Büntemeyer rückblickend. Und er? Er war und ist auf jeden Fall ein Guter, ein richtig Guter. Auch mit 28 noch.
13.04.2010, 01:31
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Immer noch mit Lust und Laune
Von Jens Hoffmann

Bruchhausen-Vilsen. Irgendwann war er einfach an diesem Punkt angelangt. Zwangsläufig, alles andere als zufällig. Es war der Moment, als sich Fußball für Heinrich Büntemeyer vom ambitionierten Sport mit möglicher Zukunftsperspektive zum liebgewordenen Hobby wandelte. Damals, als Jugendspieler beim SV Werder Bremen, spekulierte das Talent damit, dass Fußball den Lebensmittelpunkt darstellen könnte. Doch nach fünf Jahren hatten sich die Weichen in eine andere Richtung gestellt. 'Andere waren einfach besser', sagt Büntemeyer rückblickend. Und er? Er war und ist auf jeden Fall ein Guter, ein richtig Guter. Auch mit 28 noch.

Wenn Heinrich Büntemeyer das Trikot des SV Bruchhausen-Vilsen überstreift, schlüpft er im gleichen Moment in die Rolle des Unverzichtbaren. Zuletzt war er maßgeblich am 2:1 über den Landesberger SV beteiligt - ein Erfolg, der die vagen Aussichten auf den Bezirksliga-Klassenerhalt wieder ein Stück konkreter erscheinen lassen. Ein Treffer erzielte Büntemeyer dabei selbst, an vielen weiteren spielentscheidenden Situationen war er beteiligt. Heinrich Büntemeyer, der laufstarke Allrounder mit dem starken linken Fuß, übte eine natürliche Präsenz aus. Wie meistens.

Lieber Bezirk als Kreis

Die Motivation des Routiniers lässt sich leicht erklären. 'Ich spiele halt lieber im Bezirk als auf Kreisebene', sagt Büntemeyer kurz und knapp. Mehr muss er auch nicht sagen, denn eines steht unabhängig vom Saisonende schon jetzt fest: 'Egal, wie es ausgeht, in Vilsen bleibe ich so oder so.' Heinrich Büntemeyer lebt mit seiner Familie in Vilsen, er arbeitet im elterlichen Betrieb - ein Getränkegroßhandel - in Vilsen, er ist in Vilsen sesshaft. Daran ist nicht zu rütteln. Früher war das etwas anderes.

Zwar begann er einst in Vilsen mit dem Kicken, wechselte dann aber zwecks verlockenderer Aussichten zu Werder. Den Grün-Weißen blieb er zunächst auch im Herrenbereich treu und war für die dritte Mannschaft aktiv. Es folgten Engagements beim SC Weyhe, ASC Nienburg und TuS Syke, ehe es zurück nach Vilsen ging.

Bis in die Oberliga hat es denn Fußballer Heinrich Büntemeyer getragen, was über den reinen Freizeitspaß weit hinausgeht, aber andererseits nicht reicht, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. 'So haben sich die Perspektiven im Laufe der Jahre verschoben', sagt Büntemeyer, der mittlerweile vor allem Familienvater und Berufsmensch und erst in zweiter Instanz Fußballer ist. Der Ehrgeiz ist trotzdem geblieben. 'Im Moment ist Heinrich richtig gut drauf, das passt einfach', bestätigt Vilsens Trainer Uwe Sieling.

Er weiß, was er an seinem Schützling hat, der wahlweise im Sturm, im Mittelfeld oder als Libero aufgeboten werden kann. Vieles geht, weniges nicht. 'Bis auf Rechtsaußen und Torwart kann man ihn überall bringen', sagt Sieling und erhält verbale Unterstützung von Büntemeyer: 'Das mit der rechten Seite stimmt, meinen rechten Fuß habe ich eigentlich nur, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten.' Das passiert bei Heinrich Büntemeyer in der Tat höchst selten. Was auch daran liegen könnte, dass er - auf angenehme Weise - eine sehr realistische Sicht der Dinge vermittelt. Er ist ein bodenständiger Typ. Der zeitraubende Umbau des Hauses ist fast abgeschlossen, und Büntemeyer ist dankbar, jetzt wieder ein bisschen mehr Normalität erlangt zu haben. Fußballtechnisch wird sich aber nicht so viel ändern - wie auch? 'Ich spiele immer noch mit Lust und Laune', versichert Büntemeyer. Das ist im Laufe der Jahre stets gleich geblieben.

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