Ritterhude. "Old Shatterhand bleibt nur ein Butterbrot" oder: "Von der Prärie in die Männer-WG" – So lässt sich beschreiben, was am 22. und 23. März im Hamme Forum über die Bühne geht. Schauspieler, die früher dort mit dem Bremer Packhaus-Theater und dem Stück Männerhort gastiert hatten, führen dann das Boulevardstück "Butterbrot" auf. "Funktioniert das Zusammenleben mit Frauen und wenn ja, warum nicht?" Um diese Frage dreht sich die Komödie von Gabriel Barylli, in der ein Architekt, ein Schauspieler und ein Geschäftsmann über die Liebe schwadronieren.
"Es gibt Stücke, die einen nicht loslassen", sagt Nicolas König, ein Mittvierziger mit Dreitagebart. Bereits in den 90er Jahren war er mit seinem Kollegen Joshy Peters in Hamburg, Bremen und Lüneburg damit aufgetreten. Bei Dialogproben im Speisewagen der Bahn ging damals eine Dame mit einer Handtasche auf die beiden los, weil sie die Zitate für bare Münze genommen hatte, erinnern sich König und Peters.
Bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg hatten Joshy Peters (Old Shatterhand) und Nicolas König (Gangster Gibson) eine Garderobe mit Timothy Peach (Bösewicht Santer) geteilt, der auch aus der Telenovela "Rote Rosen" bekannt ist. Die drei verstanden sich gut, und so kam ihnen die Idee, einmal gemeinsam ein Boulevardstück zu spielen. Die Wahl fiel auf Baryllis "Butterbrot", das 1988 Premiere hatte.
"Getrennt leben – gemeinsam feiern", das sei das Credo der drei Herren, die aus ihren problematischen Beziehungen mit Frauen in eine Wohngemeinschaft geflüchtet seien, so Joshy Peters. Seit 1987 ist der sonnengebräunte Schauspieler schon oft als Winnetous Blutsbruder Old Shatterhand aufgetreten. In "Butterbrot" spielt er nun einen Architekten, der gemeinsam mit seinem Mitbewohner (Nicolas König) Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier des dritten Mannes (Timothy Peach) trifft. Reichlich Macho-Gehabe, amüsante Dialoge, viel Tempo und Wortwitz sind die Zutaten dieses Stücks. "Es gibt viele Klischees und jeder erkennt sich wieder", meint König. "Die Kerle haben eine harte Schale, aber innen drin sind sie Weicheier" fasst Peters zusammen und verspricht, auch Frauen kämen auf ihre Kosten.
Wer Appetit bekommen hat auf "Butterbrot", erhält die Karten bei den Nordwestticket-Verkaufsstellen zum Stückpreis von 22 Euro. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.