Preisverleihung der Akion „Osterholz-Scharmbeck summt“ im Rathaus

„Insekten und die Stadt haben auch gewonnen“

Osterholz-Scharmbeck. Mit großen Augen rissen Ole Kahrs und Fin Jorge Buß ihre Pakete auf. Die beiden Jungen hatten bei der Aktion „Osterholz-Scharmbeck summt!“ teilgenommen.
20.09.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter von Döllen
„Insekten und die Stadt haben auch gewonnen“

Osterholz-Scharmbeck hat seine diesjährigen Insektenparadiese gefunden. Maja Langsdorff und Martin Wagener und die Preisträger vor dem Rathaus. VDO

Peter von Döllen

Mit großen Augen rissen Ole Kahrs und Fin Jorge Buß ihre Pakete auf. Die beiden Jungen hatten bei der Aktion „Osterholz-Scharmbeck summt!“ teilgenommen. Der Lohn für ihren Einsatz: ein Insektenhotel und ein Schmetterlingsbestimmungsbuch.

„Es haben sehr viele Kinder teilgenommen“, freute sich die Initiatorin Maja Langsdorff bei der Preisverleihung im Rathaus. Die Veranstaltung war der Abschluss der Aktion, bei der die schönsten Gärten in der Kreisstadt gesucht wurden.

Doch bei diesem Gartenwettbewerb hatte die Jury andere Aspekte im Blick. „Die Gärten sollten vor allem besonders insektenfreundlich sein“, erläuterte Langsdorff. Zusammen mit Bürgermeister Martin Wagener überreichte sie bei einer Feierstunde die Urkunden und Preise. „Der Garten von Ursula Kahrs überzeugte uns am meisten“, sagte Langsdorff. „Sie hat gezeigt, wie Nutzgarten und insektenfreundliche Wildstauden zusammenpassen“, heißt es in der Begründung. Kahrs bekam als Anerkennung einen Einkaufsgutschein im Wert von 250 Euro für das Möbelhaus Meyerhoff. Die zweitplatzierte Margret Giesbers freute sich über einen Gutschein des Aleco-Bio-Marktes. Und Christiane Mathes kann ein Jahr lang eine Gartenzeitschrift lesen. Die weiteren Plätze belegten Michael Kriete und Kerstin Buß.

Aber nicht nur die Teilnehmer haben etwas von dem Wettbewerb, findet Schirmherr Martin Wagener. „Die Tiere und die Stadt haben auch gewonnen“, betonte er. „Wir haben bei der Bewertung tolle Gärten und Kleinode gesehen, die man in der Stadt eigentlich nicht vermuten würde“, meinte er. Und Imkerin Langsdorff hat erkannt: „Wir müssen für alle Bienen etwas machen. Also auch für die Wildbienen.“ Die Aktion soll auch auf den schwindenden Lebensraum für Tiere aufmerksam machen. Schon mit einfachen Mitteln könnte die Situation verbessert werden - mit dem Mut zu etwas mehr „Wildnis“ im Garten. Davon könnten neben Insekten auch andere Tierarten profitieren. Die Preisträger haben vorgemacht, wie es es gehen kann.

„Osterholz-Scharmbeck ist die erste Kleinstadt, die beim deutschlandweiten Wettbewerb ,Deutschland summt!‘ teilnimmt“, bemerkte Langsdorff. Sie hofft auf eine Wiederholung im kommenden Jahr. „Möglicherweise können wir den Wettbewerb dann auf den ganzen Landkreis ausweiten“, regte Langsdorff an. Viele Gartenfreunde, die nicht in Osterholz-Scharmbeck wohnen, hätten laut Langsdorff gerne mitgemacht.

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