Friedensorganisation Der Brinkumer Arzt Lars Pohlmeier ist neuer Vorsitzender der IPPNW

Lars Pohlmeier, Hausarzt und Internist in der Praxisgemeinschaft Melcherstätte in Brinkum, ist neuer Co-Vorsitzender der deutschen Sektion der Friedensorganisation IPPNW. Am Wochenende wurde er gewählt.
26.04.2021, 15:10
Lesedauer: 2 Min
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Der Brinkumer Arzt Lars Pohlmeier ist neuer Vorsitzender der IPPNW
Von Eike Wienbarg

Stuhr/Bremen. Der Brinkumer Arzt Lars Pohlmeier ist neuer Co-Vorsitzender der deutschen Sektion der Friedensorganisation IPPNW (International Physicians For The Prevention Of Nuclear War, deutsch: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung). Auf ihrer virtuellen Mitgliederversammlung wählte die Organisation den Hausarzt und Internisten der Praxisgemeinschaft Melcherstätte an der Seite von Angelika Claußen aus Bielefeld in den Vorstand.

Schwerpunkt des politischen Engagements von Pohlmeier ist die Abrüstungsarbeit. Der verheiratete Vater von zwei Kindern aus Bremen trat während des Studiums der Medizin und des Journalismus der IPPNW bei. Er ist zudem Mitglied bei der Abrüstungsorganisation ICAN (International Campaign To Abolish Nuclear Weapons), die 2017 den Friedensnobelpreis erhielt. Seine Vorstandskollegin Claußen ist niedergelassene Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie. Sie war bereits von 2005 bis 2011 IPPNW-Vorsitzende. Ihre Schwerpunkte liegen in den Bereichen Friedenspolitik, Atomausstieg und Menschenrechte, so die IPPNW.

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Bei der Mitgliederversammlung forderte die Organisation die Bundesregierung auf, dem Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) beizutreten und die Opfer des Uranbergbaus in Deutschland zu entschädigen. Darüber hinaus verlangen die Mediziner eine „konsequente Verfolgung der Klimaziele des Pariser Abkommens, auf der Basis eines sparsamen und effizienten Umgangs mit Energie, einer Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen mit einer möglichst positiven ökologischen, sozialen und gesundheitlichen Bilanz“. Deutschland trage darüber hinaus eine große Verantwortung im Hinblick auf den Klimawandel. „Ohne den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energieproduktion, gekoppelt an massive Investitionen in Speicher- und Wiederverstromungstechnologien, ist die Energiewende und damit die Einhaltung der Klimaziele von Paris nicht zu bewältigen“, betonte Angelika Claußen. Aus diesem Grund sei es notwendig, „klimaschädliche Subventionen zu stoppen und auf den zügigen Ausbau einer Kreislaufwirtschaft zu setzen“, heißt es von der IPPNW weiter. Eine große Mehrheit stellte sich auf der Versammlung zudem hinter die Aufforderung an den Vorstand, die Debatte über eine Vereinsöffnung zu führen, damit zukünftig alle in Gesundheitsberufen Tätigen Mitglied der IPPNW werden können.

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Die IPPNW ist laut eigenen Angaben „eine berufsbezogene, friedenspolitische Organisation“, die 1981 von einer Gruppe von Ärzten aus den USA und Russland gegründet wurde. Sie betont die besondere Verpflichtung von Ärzten zu sozialer Verantwortung. 1984 erhielt die IPPNW den UNESCO-Friedenspreis und 1985 den Friedensnobelpreis.

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