Kulturinitiative Rüttelschuh präsentiert Programm Irischer Rockpoet, mörderische Schwestern

Syke. Klavier, Gitarre und Mundharmonika - die Kulturinitiative Rüttelschuh bietet im ersten Halbjahr 2010 wieder mal eine große Vielfalt in der Barrier Wassermühle. Auch die Musikrichtungen in der urigen Atmosphäre, in der sich Publikum und Künstler auf angenehme Art und Weise quasi auf die Pelle rücken, lassen kaum Wünsche offen.
04.01.2010, 16:51
Lesedauer: 2 Min
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Von Karsten Bödeker

Syke. Klavier, Gitarre und Mundharmonika - die Kulturinitiative Rüttelschuh bietet im ersten Halbjahr 2010 wieder mal eine große Vielfalt in der Barrier Wassermühle. Auch die Musikrichtungen in der urigen Atmosphäre, in der sich Publikum und Künstler auf angenehme Art und Weise quasi auf die Pelle rücken, lassen kaum Wünsche übrig. Sie bieten einen Querschnitt durch ganz Europa und sogar Nordamerika - vom irischen Rockpoeten bis zum spanischen Flamenco.

Los geht es am 19. Januar mit Lars-Luis Linek. Der 54-jährige Hamburger singt und spielt vor allem auf seiner Mundharmonika plattdeutsche Lieder. Mit seiner vor zwei Jahren produzierten CD 'Snutenhobel? machte er die plattdeutsche Sprache einem breiten Publikum zugänglich, inzwischen ist auch 'Hör mol?n beten to' auf dem Markt. Linek geht mit offenen Augen durch die Welt und verarbeitet in den Texten seine Gefühle, Erlebnisse und Erfahrungen, wobei Seefahrt, Wetter und die Liebe eine große Rolle spielen. Der 54-Jährige ist im norddeutschen Raum regelmäßiger Gast bei zahlreichen regionalen TV- und Radiosendungen. In Barrien wird Lars-Luis Linek vor allem Blues präsentieren, das Programm heißt 'La paloma passe'.

Am 10. Februar hat Kieran Halpin seinen Auftritt. Mehr als drei Jahrzehnte ist der Ire mit seiner Folk-Musik schon auf Tour. Mal intensiv und mal zurückhaltend gibt er sich auf der Bühne, seine Texte bleiben in Erinnerung. Bei seinen Auftritten lebt Halpin seine Lieder und hat eine Stimme, die unglaublich irisch klingt. Dass Blues ein Gefühl ist, will Big Daddy Wilson am 15. Februar zeigen. Auch für ihn ist die Liebe der Schlüssel, wie der Name seines neuen Albums verrät. Vor 50 Jahren in North Carolina geboren, gehörte er zu der armen afroamerikanischen Bevölkerung. Mit der Armee kam er nach Deutschland, wo er Blues-Musik kennenlernte, ehe er auch den amerikanischen Blues-Stil lernte und seine Musikkarriere startete.

'Klavier contra Bass' heißt es am 12. März heißt, wenn Johannes Schäfer und Stefanie Adler auf diesen beiden Instrumenten eigene Kompositionen und anderes spielen. 'Gitarre total' bietet Martin C. Herberg am 22. April mit seinem Gitarrenfeuerwerk. In seinen ebenfalls schon mehr als 30 Bühnenjahren hat der Wuppertaler eine Mischung aus klangmalerischen, sphärischen Eigenkompositionen und eigenwilligen, unkonventionellen Interpretationen von 'Klassikern' der U- und E-Musik gefunden, bei der er virtuos verschiedenste Stilrichtungen zu einem homogenen Ganzen zusammenfließen lässt.

Flamenco, Bossa und Salsa bringt Thilo Martinho am 9. April in die Barrier Wassermühle. Schon im Alter von sieben Jahren fing er an, Klavier zu spielen, später kamen Bass, Schlagzeug und Gitarre dazu. Jahrelang lebte er in Spanien als Flamenco-Gitarrist, ehe er zu singen begann. Die spanische und die Latino-Welt, ihre Mentalität, Lebens- und Ausdrucksweise sind zur inneren Heimat von Thilo Martinho geworden, die typischen Töne untermalt er auch vermehrt mit deutschen Texten.

Einen literarischen Leckerbissen bietet Christiane Palm-Hoffmeister von der Kulturinitiative Rüttelschuh ebenfalls. Am 29. Januar lesen ab 19 Uhr 'Die mörderischen Schwestern', während die Gäste ein 'Mordsmenu' einnehmen.

Weitere Infos und Karten gibt es im Vorverkauf unter Telefon 04242/7170 oder per E-Mail an palm-hoffmeister@web.de. Die Wassermühle macht derzeit Betriebsferien und ist wieder ab Dienstag, 12. Januar, 15 Uhr, zu erreichen. Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr.

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