Gruppe der Ganztagsschule Syke gewinnt Regionalentscheid der Juniorensparte von „Jugend forscht“

Jugendliche starten mit Rakete richtig durch

Syke. Bis zu acht Meter hoch fliegt die Rakete, die Maximilian Prüter und Noah Hilliger aus zwei Plastikflaschen, Backpulver und Essig gebaut haben. Bis die Rakete diese Höhe erreiche konnte, mussten die beiden Schüler der Ganztagsschule (GTS) Syke mehrere Monate lang forschen.
27.02.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Jugendliche starten mit Rakete richtig durch
Von Marius Merle

Bis zu acht Meter hoch fliegt die Rakete, die Maximilian Prüter und Noah Hilliger aus zwei Plastikflaschen, Backpulver und Essig gebaut haben. Bis die Rakete diese Höhe erreiche konnte, mussten die beiden Schüler der Ganztagsschule (GTS) Syke mehrere Monate lang forschen. Sie nahmen zahlreiche Messungen vor, wie die Menge des Essigs und des Backpulvers die zurückgelegte Strecke der Rakete beeinflusst. „Das hat Spaß gemacht und war sehr spannend“, erzählt der 14-jährige Maximilian. Und gelohnt hat sich der Einsatz auch. Mit diesem Projekt gewannen die vom Lehrer Rajinder Singh betreuten Jugendlichen den ersten Platz beim Kreisentscheid von „Schüler experimentieren“im Fachbereich Physik.

„Schüler experimentieren“ ist die Juniorensparte von „Jugend forscht“ für Schüler unter 15 Jahren. Beim kürzlichen Kreisentscheid des Wettbewerbs in Emden nahmen sechs Schülergruppen der GTS Syke mit ihren Projekten teil. „Bereits seit 2006 machen unsere Schüler bei ,Jugend forscht’ mit“, sagt Singh. Mit dem diesjährigen Erfolg habe es für eine Gruppe nun schon zum dritten Mal für den Titel des Regionalsiegers gereicht.

„Was die Jury bei dem Essigraketen-Projekt von Maximilian und Noah besonders begeistert hat, war die Tatsache, dass alle benötigten Produkte aus einem normalen Haushalt stammen“, berichtet Betreuer Singh. Auf dem Erfolg wollen sich die beiden Schüler jedoch keineswegs ausruhen. „Wir wollen das Projekt durch eigene Forschung weiterführen“, gibt Noah einen Ausblick. Ende März geht es für die Jugendlichen mit ihrer Rakete und den Forschungsergebnissen erstmal zum Landesentscheid nach Oldenburg.

Aber auch die anderen Forschergruppen der GTS konnten die Jury in Emden durchaus überzeugen. Philipp Müller, Dominik Cornelus und Fabian Beck entwickelten unter der Leitung von Werner Wordtmann für den Fachbereich Technik eine „sehende“ Mütze für blinde Menschen. „Sie sendet Schallwellen aus und vibriert, wenn ein Gegenstand in die Nähe des Kopfes kommt“, beschreibt Cornelius die Apparatur. So warne die Kopfbedeckung blinde Menschen vor Hindernissen. „Die Entwicklung hat rund ein Jahr gedauert“, erklärt Fabian. Für die innovative Idee erhielten die Schüler bei einem starken Teilnehmerfeld in ihrer Kategorie den zweiten Platz. Die Gruppe war auch die einzige der Syker Ganztagsschule, die im Wettbewerb „Jugend forscht“ gestartet war.

Einen Rang auf dem Siegertreppchen erreichten auch Angelos Tsilidis und Daniel Rogge im Fachbereich Technik von „Schüler experimentieren“. Für ihre Forschung zur Bremswirkung durch Magnetismus wurden sie von der Jury mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Dafür nahmen die Schüler diverse Tests vor, inwieweit sich die Anzahl von Magneten und die Oberflächenmaterialien auf die Bremswirkung eines Fahrzeuges auswirken.

Gleich drei Projekte schickten Jungen und Mädchen der GTS Syke im Fachbereich Biologie ins Rennen. „Obwohl es nicht für eine vordere Platzierung gereicht hat, sind auch diese Schüler mit ihren Forschungen Gewinner“, betonte die Betreuerin Melanie Buß. Und auch wenn sie nicht wie Maximilian und Noah zum Landesentscheid dürfen, eins haben die ehrgeizigen Nachwuchsforscher gemeinsam: Sie wollen weiter an ihren Projekten arbeiten.

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