Eigenwillige Aktionen der Schule an der Dudweilerstraße im Weserpark: Becher-Rap und Schweigen Jugendliche werben für die Kunsthalle

Osterholz. Eine besondere Musikvorführung präsentierten Kinder und Jugendliche der Schule an der Dudweilerstraße im Weserpark. Als eine von neun Partnerschulen der Kunsthalle Bremen hat sie am Mittwoch auf deren Wiedereröffnung nach dem Umbau Ende August aufmerksam gemacht. Mit witzigen und teilweise irritierenden Aktionen.
04.07.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Lisa urlbauer und Lisbeth Balters

Osterholz. Eine besondere Musikvorführung präsentierten Kinder und Jugendliche der Schule an der Dudweilerstraße im Weserpark. Als eine von neun Partnerschulen der Kunsthalle Bremen hat sie am Mittwoch auf deren Wiedereröffnung nach dem Umbau Ende August aufmerksam gemacht. Mit witzigen und teilweise irritierenden Aktionen.

Während einer fächer- und jahrgangsübergreifenden Projektwoche beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der Dudweilerstraße mit dem amerikanischen Künstler John Cage. Der 1992 in New York gestorbene Künstler gilt als einer der weltweit einflussreichsten Komponisten. Seine Klang-Licht-Installation "Essay" ist dauerhaft in der Kunsthalle Bremen zu sehen.

Cages Stück "4,33", in dem vier Minuten und dreiunddreißig Sekunden kein einziger Ton gespielt wird, stand dabei im Mittelpunkt der Arbeit. Unter dem Namen "The crazy kids", wie es auch auf ihren T-Shirts stand, teilten die Schülerinnen und Schüler ihr Stück in drei Sätze auf - genau wie die Komposition des Musikers.

Im Rhythmus der Zeitung

Im ersten Satz musizierte ein Teil der Gruppe mit Bechern. Dabei klopften sie verschiedene Rhythmen auf Kisten und klatschten dazu. Im zweiten Satz, "Im Café", zeigten die Schülerinnen und Schüler, dass auch Alltagssituationen musikalisch sind. Sie erzeugten Rhythmen beim Fegen mit einem Besen und mit dem Aufschlagen einer Zeitung.

Unter dem passenden Titel "Stille" wurde im dritten Satz ein Auszug aus John Cages Stück "4,33" aufgeführt. Eine Rockband stand einfach nur da und ließ die Stille wirken.

"Uns hat die Projektwoche sehr viel Spaß gemacht", sagten die beiden 14-jährigen Schülerinnen Seyma und Denise. "Am besten war das T-Shirt-Bemalen", meinten sie und zeigten stolz auf ihre Kreationen mit dem Aufdruck "The crazy kids". "Wir würden auf jeden Fall wieder mitmachen."

Die Kooperation zwischen den Schulen und der Kunsthalle besteht seit mehreren Jahren. "Wir wollen allen Altersklassen einen Zugang zur Kunst verschaffen", erklärte Jens Bommert von der Kunsthalle Bremen. "Mit dem Projekt Wege zur Kunst machen die Schulen in der ganzen Region auf die Wiedereröffnung aufmerksam." Die Kunsthalle stellte den Schulen dafür Bildbände über die Ausstellungstücke zur Verfügung, aus denen kreative Projekte entstanden sind. "Die Schüler konnten lernen, sich selbst darzustellen und wie es ist, Aufmerksamkeit zu bekommen", sagte Petra Schöppler, Kunstpädagogin an der Schule an der Dudweilerstraße. Die erste Zusammenarbeit mit der Kunsthalle sei gelungen.

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