Alexander Stepanov gibt Konzert Junger Solo-Pianist im Gemeindehaus

Worpswede. Seine Biografie liest sich wie die eines Wunderkindes, denn mit seinen erst 27 Jahren hat sich Alexander Stepanov bereits einige der begehrten internationalen Pianisten-Trophäen erspielt; unter anderem den Grand Prix beim Internationalen Chopin-Wettbewerb im estländischen Narva im Jahre 2000. Und jüngst erhielt er den ersten Preis beim Wettbewerb „Musik braucht Freunde“ des Freundeskreises der Staatskapelle Halle und des Musik-Instituts der Martin-Luther-Universität der Saale-Stadt.
30.01.2014, 00:00
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Von Gudrun Scabell

Seine Biografie liest sich wie die eines Wunderkindes, denn mit seinen erst 27 Jahren hat sich Alexander Stepanov bereits einige der begehrten internationalen Pianisten-Trophäen erspielt; unter anderem den Grand Prix beim Internationalen Chopin-Wettbewerb im estländischen Narva im Jahre 2000. Und jüngst erhielt er den ersten Preis beim Wettbewerb „Musik braucht Freunde“ des Freundeskreises der Staatskapelle Halle und des Musik-Instituts der Martin-Luther-Universität der Saale-Stadt.

Geboren wurde der junge Pianist 1987 im damaligen Leningrad, dem heutigen St. Petersburg. Schon mit vier Jahren bekam Stepanov erste Unterweisungen an den schwarzen und weißen Tasten. Und wie es bei den Musik-Talenten in Russland anscheinend üblich ist, erhielt er von Anfang an hochprofessionellen Unterricht. Anschließend durchlief er die vielfältigen Studiengänge am weltweit angesehenen Konservatorium seiner Heimatstadt, die er im Jahre 2011 mit dem Diplom abschloss.

Dann kam Fortuna ins Spiel. Über private Kontakte ergab sich für Stepanov die Möglichkeit, seine Studien in Deutschland fortzusetzen. Dafür stellte eine Gruppe von Musikern und Förderern die Weichen, die ihn in einem Konzert in Magdeburg erlebt hatte. Heute studiert der Pianist in Halle/ Saale bei Professor Jochen Köhler, der seinerzeit gebeten worden war, sich für Stepanov einzusetzen. „Nach einer ersten Anhörung hatte ich nicht den geringsten Zweifel, dass es sich bei Alexander Stepanov um eine außergewöhnliche Begabung handelt. Nachdem er die Eignungsprüfung mit Bravour bestanden hatte, nahm ich ihn 2011 mit großer Freude in meine Klavierklasse auf“, erinnert sich der Pädagoge.

Die Besonderheiten seines Spiels bündelt Köhler wie folgt: Seine exzellente, hoch virtuose Technik sei bei seinem Niveau selbstverständlich. Aber darüber hinaus besitze Stepanov eine hoch künstlerische Gestaltungskraft und ein enormes klangliches Differenzierungsvermögen sowie die Fähigkeit, weite Spannungsbögen aufzubauen. Und er fügt hinzu, dass Stepanov die geistige Durchdringung selbst hoch komplexer musikalischer Werke gelinge, was nicht vielen Pianisten seines Alters gegeben sei.

Schon während des Studiums konzertierte der junge Russe immer wieder in seiner Heimat und im Ausland. Im Mai dieses Jahres wird er im Rahmen des Preisträgerkonzertes gemeinsam mit der Staatskapelle Halle musizieren. Am Sonntag aber kommt der Musiker erst einmal nach Worpswede. Musikliebhaber dürfen sich freuen, denn Stepanov spielt am 2. Februar ab 17 Uhr im Saal der Alten Schule Werke von Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) und Franz Liszt (1811 bis 1886). Es sind die Komponisten, denen er sich besonders verbunden fühlt. Aber selbstverständlich interpretiert er mit ebensolcher Intensität und Hingabe die Werke von Mozart, Beethoven, Chopin oder Debussy. Und so werden auch einige Préludes von Claude Debussy (1862 bis 1918) den Nachmittag abrunden.

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