Mehrheit gegen Änderung des Flächennutzungplans Kein Schüttgut-Lager auf dem ehemaligen Muna-Gelände

Dünsen. Auf dem Gelände der ehemaligen Muna wird kein Lagerplatz für Schüttgut eingerichtet. Der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde hat sich am Montag mit großer Mehrheit gegen eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans ausgesprochen.
03.03.2010, 05:10
Lesedauer: 2 Min
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Kein Schüttgut-Lager auf dem ehemaligen Muna-Gelände
Von Florian Cordes

Dünsen. Auf dem Gelände der ehemaligen Muna wird kein Lagerplatz für Schüttgut eingerichtet. Der Bau-, Umwelt- und Planungsausschuss der Samtgemeinde hat sich am Montag mit großer Mehrheit - und unter dem Beifall zahlreicher Zuhörer - gegen eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans ausgesprochen.

Für das Vorhaben der Firma Ihrcke aus Stuhr hätten zwei Hektar Wald gerodet werden müssen, was in der Bevölkerung auf viel Kritik gestoßen war. Außerdem befürchteten die Bewohner in der Gemeinde Kirchseelte ein höheres Verkehrsaufkommen und dadurch entstehenden Lärm.

Der Dünsener Bürgermeister Hartmut Post (CDU) erinnerte daran, dass in früheren Sitzungen beschlossen worden sei, das Gebiet anders zu verwenden. 'Eigentlich soll die Muna als Erholungsgebiet genutzt werden. Ich war doch ziemlich überrascht, als ich von den neuen Plänen erfahren habe', sagte er. Post unterstellte den Entwicklern eine 'Stammtischidee'.

Diesen Vorwurf wollte sich der Kirchseelter Bürgermeister Walter Raem (SPD) nicht gefallen lassen. 'Den Ausdruck Stammtischidee verbitte ich mir', entgegnete er Post. Raem vertrat die Meinung, dass durch die Ansiedlung keine Nachteile entstünden. 'Eine Naturschutzbehörde sagte mir, dass es möglich wäre, den minderwertigen Wald, der jetzt vorhanden ist, durch einen höherwertigen Wald zu ersetzen.'

Auch die zum Lagerplatz gehörende Brechanlage für Schüttgüter und der dadurch entstehende Lärm wären für Raem kein Problem gewesen. 'Es soll keine feste Brechanlage entstehen, sondern nur einmal im Jahr eine mobile Anlage für drei bis vier Tage zum Einsatz kommen.'

In den Reihen der SPD stand er mit einer Befürwortung für die Planänderung allerdings alleine da. 'Wir werden diesem Antrag nicht zustimmen', erklärte Elke Wachendorf im Namen der SPD-Fraktion. Schließlich stimmte nur Raem für einen neuen Flächennutzungsplan.

Angenommen wurde dagegen ein anderer strittiger Antrag. Dabei ging es um eine gewerbliche Baufläche am Gemeindeweg 'Vor der Linde' in Dünsen. Auf dem Grundstück, das der Zimmereibetrieb Beier als neuen Firmenstandort nutzen möchte, befinden sich derzeit noch leerstehende Putenställe. 'Die Gemeinde Dünsen unterstützt diesen Antrag, da viele kleine Höfe leerstehen. Es ist eine große Chance für die Nachnutzung, wenn hier gewerbliche Betriebe entstehen', sagte Post. Auch Raem war für eine Änderung des Flächennutzungsplans, hatte aber einige Bedenken. 'Natürlich würden dort laute Geräusche durchs Sägen oder Ähnliches entstehen', meinte er. 'Da sich das Gebiet in einem Wald befindet, muss man sich außerdem die Frage stellen, ob es keinen Schaden für die Natur gibt.'. Trotz der Bedenken wurde der Antrag allerdings mit großer Mehrheit angenommen.

Einstimmig bekamen zwei weitere Anträge die Zustimmung der Ratsmitglieder. Zum einen soll die Firma Bela-Bau im Bereich 'Zur Bockhorst' die Möglichkeit erhalten, einen Lagerplatz für Schüttgüter zu planen. Zum anderen soll der Verein für ganzheitliches Lernen in Prinzhöfte seine Bildungseinrichtung erweitern können.

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