TSV Timke und SV Eintracht gründen neuen Verein FC Ummel

Kicker füllen zwei Anträge aus

Hepstedt. Wer in Hepstedt, Breddorf oder den Timke-Dörfern Fußball spielen will, muss künftig in zwei Vereine eintreten. Der SV Eintracht Hepstedt/Breddorf und der TSV Timke haben ihre Fußballabteilungen zusammengelegt und den neuen Verein FC Ummel gegründet. Mitglied werden kann man nur, indem man einem der beiden Stammvereine beitritt und dann noch einmal einen Aufnahmeantrag für den gemeinsamen Fußballverein stellt.
27.03.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Johannes Kessels

Hepstedt. Wer in Hepstedt, Breddorf oder den Timke-Dörfern Fußball spielen will, muss künftig in zwei Vereine eintreten. Der SV Eintracht Hepstedt/Breddorf und der TSV Timke haben ihre Fußballabteilungen zusammengelegt und den neuen Verein FC Ummel gegründet. Mitglied werden kann man nur, indem man einem der beiden Stammvereine beitritt und dann noch einmal einen Aufnahmeantrag für den gemeinsamen Fußballverein stellt.

Knapp 40 Fußballer hatten sich zur Gründungsversammlung im Hepstedter Gasthof Blanken eingefunden. Die Fußballabteilungen beider Vereine leiden unter Nachwuchsmangel; beim SV Eintracht hat sich bereits im vorigen Sommer die 2. Herren-Mannschaft aufgelöst. Im Jugendbereich bildeten beide Vereine bisher zusammen mit dem FC Ostereistedt-Rhade eine Spielgemeinschaft. Das ist im Herrenbereich aber nicht möglich. Deshalb haben beide Vereine in ihren Jahresversammlungen beschlossen, die Fußballabteilungen zu einem neuen Verein zusammenzulegen. Wie das funktionieren soll, erklärte jetzt Matthias Otten, der die Versammlung leitete.

Die Damenabteilung des TSV Timke ist von dem Zusammenschluss nicht betroffen. Die männlichen Fußballer dagegen werden künftig dem FC Ummel mit Vereinssitz in Hepstedt angehören. Der wird mit mindestens zwei Mannschaften am Punktspielbetrieb teilnehmen. "Wir wollen nicht auf Biegen und Brechen mit drei Mannschaften antreten, sonst haben wir vielleicht wieder das Problem, dass wir die nicht vollkriegen", sagte Otten.

Zur Satzung musste Einiges erklärt werden. Es gibt nämlich außerdem noch einen Fusionsvertrag, der zwischen den Vorständen der beiden Stammvereine abgeschlossen wird. Darin wird geregelt, dass der SV Eintracht und der TSV Timke für die Kosten des Spielbetriebs aufkommen und die Plätze pflegt sowie vor allem, dass der neue FC Ummel ein reiner Fußballclub ist und keine anderen Sparten gründen darf.

Über Aufnahmeanträge entscheidet der Vorstand eines der beiden Stammvereine, über Vereinsausschlüsse ihre Mitgliederversammlungen mit Dreiviertelmehrheit. Die Mitgliedschaft wird also entweder über den SV Eintracht oder den TSV Timke erworben; das gilt nicht nur für die jetzigen Fußballer, sondern auch für neue Mitglieder. Die müssen nach Aufnahme in einen der beiden Vereine erklären, dass sie auch dem FC Ummel beitreten. "Man muss also zweimal eintreten", erklärte Matthias Otten. Zweimal bezahlen muss man hingegen nicht. Zwar ist in der Satzung festgelegt, dass die Mitglieder des neuen Vereins einen Jahresbeitrag zahlen müssen, der liegt aber bei null Euro. Nicht der FC Ummel zieht die Beiträge ein, sondern der Stammverein. An welcher Stelle und mit welcher Frist Mitgliedschaften gekündigt werden können, soll noch geklärt werden.

Ein Anwesender schlug vor, in der Satzung ausdrücklich vorzuschreiben, dass nur Mitglieder des SV Eintracht Hepstedt/Breddorf und des TSV Timke dem FC Ummel angehören können. Ob das möglich ist, wird noch mit dem Anwalt geklärt, mit dessen Hilfe der Satzungsentwurf erstellt wurde. Auch wird geprüft, ob es sinnvoll ist, in der Satzung auf den Fusionsvertrag hinzuweisen. Das könnte man nachträglich aufnehmen, erklärte Matthias Otten. Die Zeit dränge nämlich, da bis Ende April die Mannschaften für die nächste Saison gemeldet werden müssen. Die Satzung wurde einstimmig angenommen.

Der Vorstand besteht aus sieben Personen, die alle einstimmig gewählt wurden. Matthias Otten wurde erster Vorsitzender, Stefan Müller sein Stellvertreter, Hendrik Gieschen Kassenwart. Schriftführer wurde Matthias Nettsträter, Fußballobmann Axel Weinberg, Jugendobmann Detlef Borchers, und Jürgen Müller ist Beisitzer. Nun muss noch ein Vereinsabzeichen entworfen. Die Vereinsfarben sollen sich an den Stammvereinen orientieren: Der TSV Timke hat Schwarz-weiß, der SV Eintracht Rot-blau. "Daraus müssen wir uns jetzt was basteln", sagte Axel Weinberg.

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