Klasse 7e der Tarmstedter KGS sammelt 420 Euro für tansanische Aids-Waisen

Kinder helfen Kindern

Tarmstedt. KGS-Schülerinnen und -Schüler der Klasse 7e waren in der Vorweihnachtszeit in den Dörfern der Samtgemeinde Tarmstedt für eine gute Sache im Einsatz: Sie wollten jungen Aids-Waisen aus dem Amani-Kinderdorf in der tansanischen Provinz Iringa - zirka 680 Kilometer von Daressalam entfernt - zeigen, dass Gleichaltrige aus einem Wohlstandsland den Ärmsten der Armen helfen. Die Aktion war ein voller Erfolg: Insgesamt 420 Euro wurden eingenommen.
19.01.2012, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Erdmann

Tarmstedt. KGS-Schülerinnen und -Schüler der Klasse 7e waren in der Vorweihnachtszeit in den Dörfern der Samtgemeinde Tarmstedt für eine gute Sache im Einsatz: Sie wollten jungen Aids-Waisen aus dem Amani-Kinderdorf in der tansanischen Provinz Iringa - zirka 680 Kilometer von Daressalam entfernt - zeigen, dass Gleichaltrige aus einem Wohlstandsland den Ärmsten der Armen helfen. Die Aktion war ein voller Erfolg: Insgesamt 420 Euro wurden eingenommen.

Gestern Vormittag überreichten die Siebtklässler zusammen mit ihrem Klassenlehrer Reinhard Peyk einen Scheck an das Vorwerker Ehepaar Judy und Johann-Georg Eule, das sich seit Ende 2005 für das Kinderhilfsprojekt in dem ostafrikanischen Entwicklungsland, in dem bis zu zehn Prozent der Menschen HIV-infiziert sind, engagiert. Bislang waren die Eules 13 Mal bei "ihren" Schützlingen.

Die Idee, sich dafür einzusetzen, hatte Krischan Meyer aus Wilstedt. Die Schulklasse seiner Schwester hatte mehrere Jahre lang eine Patenschaft für ein Mädchen aus dem Amani-Dorf übernommen. Im Vorjahr konnte er viele seiner Mitschülerinnen und -schüler ebenso wie den Klassenlehrer vom Projekt überzeugen. Mit Informationen über Land und Leute sowie über das Leben der elternlosen Jungen und Mädchen im Alter zwischen drei und 15 Jahren in einer Gemeinschaft, die den SOS-Kinderdörfern ähnelt, versorgten sie die Eheleute Eule.

Um Geld zusammenzubekommen, teilten sich die zwölf- bis dreizehnjährigen KGSler in Gruppen auf, boten ihre Dienste zum Laub harken, beim Hunde ausführen oder als Babysitter an. Des Weiteren wurden Kekse auf Weihnachtsmärkten verkauft. Mit Kopien vom Amani-Flyer zogen die Siebtklässler durch ihre Heimatorte und informierten ihre Nachbarn über die Notwendigkeit, Geld für die Aids-Waisenkinder zu spenden.

Anlässlich der Scheckübergabe berichteten die jungen Helferinnen und Helfer voller Stolz über ihre pfiffigen Ideen und über die Spendenbereitschaft in der Tarmstedter Bevölkerung. Auch die Eltern steuerten ihr Scherflein bei. Nach Vorstellung der Klasse 7e soll das Geld den Verantwortlichen zur freien Verfügung überlassen werden.

Judy und Johann-Georg Eule teilten mit, dass neben dem ersten Projekt mit sechs Wohnhäusern, in dem knapp 100 Mädchen und Jungen in einer Gemeinschaft leben, zurzeit ein zweites Kinderdorf aufgebaut wird. Dafür wird jede Menge Geld benötigt: So fehlen Moskitonetze, Matratzen und Decken ebenso wie Schuluniformen, schwarze Schuhe und Schreibutensilien. Bereits im Februar wird Judy Eule wieder nach Tansania reisen und dort ausführlich über die Hilfsbereitschaft der Tarmstedter Schülerinnen und Schüler berichten. Ihren Worten zufolge sind die Amani-Waisen immer wieder erfreut und überrascht darüber, dass Kinder aus einem reichen Land sie unterstützen.

Und wenn um die Osterzeit ein Container mit technischem Gerät und Bekleidung nach Tansania verschifft wird, will sich die Klasse 7e mit Sachspenden beteiligen. Beispielsweise sind Turnschuhe und Sportbekleidung Luxusartikel. Ein Junge meldete sich daraufhin und stellte spontan einen kompletten Satz gebrauchter Fußball-Trikots zur Verfügung.

Weitere Informationen über das Amani-Kinderdorf geben Judy und Johann-Georg Eule unter der Telefonnummer 04288/589.

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