Kinderbuch als Familienprojekt

Die Wichtelwelt vom Häsenberg

Jana Meyer-Knecht hat mit ihren Söhnen in den vergangenen Monaten ein Kinderbuch verfasst. Die dort beschriebene Wichtelwelt haben sie auf ihrem Grundstück in Cluvenhagen auch zum Leben erweckt.
20.12.2020, 15:15
Lesedauer: 2 Min
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Die Wichtelwelt vom Häsenberg
Von Marius Merle

Alles fing im Frühjahr dieses Jahres mit ein bisschen Rumalbern an. Jana Meyer-Knecht habe mit ihren beiden Söhnen Eric und Marc auf der Bank in dem kleinen Waldstück auf ihrem Grundstück in Cluvenhagen gesessen und gemeinsam zu fantasieren begonnen, ob dort wohl früher mal Wichtel gewohnt haben. „Meine Kinder glauben an so etwas natürlich nicht mehr, sie sind ja schon neun und sieben Jahre“, erzählt Meyer-Knecht. Doch so entstand nach und nach die Idee, eine kleine Wichtelwelt entstehen zu lassen. Und es blieb nicht nur bei den Gedankenspielen. Das Trio machte sich daran, die Ideen zu Papier zu bringen und eine ganze Geschichte zu erzählen. Das Ergebnis ist das Buch „Drei kleine Wichtel“.

Für Meyer-Knecht ist es nicht der erste hobbymäßige Ausflug in die Welt als Kinderbuchautorin. Zwischen 2014 und 2017 hat sie bereits einige Geschichten veröffentlicht, etwa die Abenteuer von Kater Eric und Osterhase Marc. Diese Hauptfiguren hatte sie nach ihren Söhnen benannt, die nun erstmals tatkräftig bei der Entwicklung eines Kinderbuches mithalfen. „Jeder hat seine Idee mit eingebracht“, erzählt die 47-Jährige.

Das Besondere: Die Familie hat wirklich eine kleine Wichtelwelt auf dem Grundstück Am Häsenberg erschaffen. Denn neben dem Schreiben haben Meyer-Knecht und ihre Kinder auch viel gebastelt und gewerkelt. Aus Holz wurden zum Beispiel kleine Türchen gebaut und angemalt. Unter einer dicken großen Eiche haben sie eine Höhle für die Wichtel angelegt, die auch über Vorratskammern verfügt. Zum kreativen Denkprozess kam also ebenfalls viel interaktives Arbeiten hinzu.

Das wiederum spiegelt sich auch in dem Buch wieder. Denn durch die physisch erschaffene Welt konnten alle Geschehnisse der Geschichte auch fotografiert werden. Auf jeder Doppelseite findet sich somit immer eine Seite mit Text und eine mit dem dazugehörigen Foto. Für Meyer-Knecht auch eine neue Herangehensweise für ein Bilderbuch. Für ihre vorigen Werke hatte sie immer selbstgemalte Bilder mit Buntstiften als Illustrationen verwendet.

Aufgrund der Fotos hat sich das Projekt über ein halbes Jahr gezogen. Denn manche Ideen für die Geschichte konnten fotografisch nicht direkt umgesetzt werden. „Wir mussten ja warten, bis es etwa Nüsse, Beeren oder Kastanien gab“, sagt Meyer-Knecht, die davon überzeugt ist, dass „Drei kleine Wichtel“ ohne die Corona-Pandemie und ihre Folgen wie dem Homeschooling und gleich drei zwangsweise ausgefallene Urlaube nicht zustande gekommen wäre. „Aber so haben wir die freie Zeit gemeinsam genutzt und ganz viel geschrieben und gebastelt“, ist Meyer-Knecht froh über die sinnvolle Beschäftigung.

Und das Ergebnis scheint allem Anschein nach zu überzeugen. „Die erste Auflage ist schon weg, wir mussten direkt nachbestellen“, sagt die 47-Jährige. Für acht Euro kann das Buch, das sich laut Meyer-Knecht eher für kleinere Kinder eignet, erworben werden. Dafür kann bei Interesse telefonisch Kontakt unter 0 42 35 / 93 38 19 aufgenommen werden.

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