Bestehende Anlage ist voll ausgelastet / OOWV investiert rund 2,4 Millionen Euro Kläranlage wird erweitert

Hude. Die Kläranlage in Hude wird erweitert. Im Juni soll mit dem Bau eines neuen Beckens mit integrierter Vorklärung begonnen werden. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) investiert laut Pressesprecher Lutz Timmermann rund 2,4 Millionen Euro in der Gemeinde Hude. Der größte Teil der Summe - rund 1,9 Millionen Euro - ist für den Ausbau des Klärwerks vorgesehen. Außerdem seien Maßnahmen im Bereich des Kanalnetzes und der Pumpwerke geplant.
13.01.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Antje Rickmeier

Hude. Die Kläranlage in Hude wird erweitert. Im Juni soll mit dem Bau eines neuen Beckens mit integrierter Vorklärung begonnen werden. Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) investiert laut Pressesprecher Lutz Timmermann rund 2,4 Millionen Euro in der Gemeinde Hude. Der größte Teil der Summe - rund 1,9 Millionen Euro - ist für den Ausbau des Klärwerks vorgesehen. Außerdem seien Maßnahmen im Bereich des Kanalnetzes und der Pumpwerke geplant.

"Die Kläranlage Hude ist inzwischen vollständig ausgelastet", teilte OOWV-Sprecher Timmermann mit. Zur Stabilisierung des Betriebs und auch zur Sicherstellung der weiteren Entwicklung in der Gemeinde sei eine Erweiterung erforderlich.

"Die Kläranlage ist mit ihrer Leistung am Ende", sagte auch Ralf Huismann, stellvertretender Betriebsleiter der Anlage an der Straße Leckerhörne. Nach Angaben des OOWV sind 4600 Haushalte in Hude, Wüsting und Altmoorhausen an das Klärwerk angeschlossen. Das entspricht laut Huismann 14000 Einwohnergleichwerten. Als Einwohnergleichwert wird die tägliche Abwassermenge bezeichnet, die ein Einwohner verursacht.

Weitere 3000 Einwohnergleichwerte sollen durch den Bau des neuen Beckens hinzukommen, das kleiner dimensionierte Teile der bestehenden Anlage ersetzen soll. Damit soll nach Auskunft des stellvertretenden Betriebsleiters sichergestellt werden, dass die Kapazitäten der Kläranlage ausreichen, wenn in der Gemeinde durch weitere Wohngebiete und neue Betriebe zusätzliches Abwasser anfällt.

Mit den Bauarbeiten soll im Juni begonnen werden. Für den Bau des Beckens werden nach Angaben von Timmermann im Wirtschaftsplan "OOWV Abwasser", den die Verbandsversammlung gerade genehmigt habe, rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Der geplante Ausbau werde über die Abwassergebühren finanziert. "Eine Erhöhung der Gebühren steht aber nicht an", fügte der OOWV-Sprecher hinzu.

Das geplante 32 Meter lange und 20 Meter breite Kombinationsbecken enthält nach Auskunft von Ralf Huismann eine Vorklärung und ein Belebungsbecken. In der Vorklärung würden vorab schwere Schmutzstoffe aus dem Abwasser herausgenommen. In den Belebungsbecken werden dem Abwasser für die biologische Reinigung unter anderem Bakterienstämme und Sauerstoff zugesetzt. Diese Klärstufe ähnelt der natürlichen Selbstreinigung von Fließgewässern; in ihr wird die organische Belastung - einschließlich Stickstoff und Phosphor - weitgehend entfernt.

Die Nachklärung des Wassers erfolgt dann in einem bereits bestehenden Becken. Dort werden die Bakterien vom Wasser getrennt, die zurück in die Belebungsbecken wandern. Die Nachklärung bleibt erhalten. Sie reicht noch aus", sagte Huismann. Die bisherigen Becken für Vorklärung und Belebung sollen allerdings außer Betrieb genommen werden.

Eine Fläche für die Erweiterung steht auf dem Gelände der Kläranlage zur Verfügung. Zurzeit befinden sich dort noch Teiche, durch die das gereinigte Wasser geleitet wird.

Auf die Entsorgung des Abwassers in der Gemeinde werden die rund zehnmonatigen Bauarbeiten an der Kläranlage keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Möglicherweise müsse das Wasser für einen Tag zwischengespeichert werden, wenn nach der Fertigstellung der Erweiterung die Rohre schließlich angeschlossen würden, sagte Huismann, aber "die Bürger werden davon nichts merken".

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