Bahnhofsfest und Familienfest Kontaktbeamte stellen sich vor

Was machen eigentlich sogenannte Interkulturelle Kontaktbeamte der Polizei? Antworten gibt es am Sonntag am Kirchweyher Bahnhof. Auch eine Flüchtlingsfamilie aus dem Iran stellt sich vor.
10.08.2018, 18:12
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Kontaktbeamte stellen sich vor
Von Sebastian Kelm

Weyhe-Kirchweyhe. Seit knapp einem Jahr gibt es bei der Polizeiinspektion Diepholz drei sogenannte Interkulturelle Kontaktbeamte. Hintergrund ist der steigende Anteil von Bürgern mit Migrationshintergrund, so Polizeisprecherin Sandra Franke. Zwei dieser Kollegen, die Kommissare Michael Förster aus Weyhe und Frank Kempin aus Diepholz, werden sich und ihre Arbeit an diesem Sonntag, 12. August, beim Bahnhofsfest und Interkulturellen Familienfest in Kirchweyhe vorstellen. In der Zeit von 11 bis 18 Uhr empfangen sie Besucher an ihrem Info-Stand.

"Kulturelle und ethnische Unterschiede zwischen den Herkunftsländern und Deutschland sowie unterschiedliche Stellungen und Polizeiphilosophien gestalten den gegenseitigen Umgang zwischen Polizei und Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund schwierig, erschweren die Kommunikation, verursachen und fördern gegenseitige Vorurteile und wirken im schlimmsten Fall sogar gewalteskalierend", heißt es zu ihrer Aufgabe. Die speziell fortgebildeten Interkulturellen Kontaktbeamten sollen Ansprechpartner bei Problemen und Anliegen im "interkulturellen Kontext" sein. Das Ziel ihrer Arbeit bestehe darin, Netzwerke zwischen Polizei und Migrantenorganisationen wie islamischen Verbänden, Kultur- und Sportvereinen sowie Treffpunkten anderer Träger zu knüpfen.

Losgelöst davon will sich beim Fest die iranische Familie Niyatnas ab 11.30 Uhr auf der Bühne vorstellen. Die fünf Geflüchteten sind für Astrid Friedmann, Leiterin der Stabsstelle Integration und Inklusion der Gemeinde Weyhe, ein Paradebeispiel für das Zurechtkommen in der neuen Heimat: "Sie zeigen, dass es geht, wenn man angetretene Wege wirklich geht." Das wollen sie ihr zufolge nicht zuletzt auch anderen geflüchteten Mitbürgern beweisen.

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