Das Sinfonische Blasorchester Oldenburg war am Dienstagabend in der Festhalle am Steinacker zu Gast Konzert mit einer Überraschung

Ganderkesee. Die langen Tischreihen in der Festhalle am Steinacker waren wieder einmal voll besetzt. Doch diesmal gab es keine Büttenreden oder Kinderfasching, sondern ein Konzert. Das Sinfonische Blasorchester Oldenburg spielte am Dienstagabend in Ganderkesee. Im zweiten Teil des Konzerts hielten die Musiker eine Überraschung für die rund 300 Zuhörer bereit. Sie hatten eine Komposition von Werner Lüdeke einstudiert, der bis zum vergangenen Jahr die Faschings-Bigband geleitet hatte.
24.02.2011, 05:00
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Von Antje Rickmeier

Ganderkesee. Die langen Tischreihen in der Festhalle am Steinacker waren wieder einmal voll besetzt. Doch diesmal gab es keine Büttenreden oder Kinderfasching, sondern ein Konzert. Das Sinfonische Blasorchester Oldenburg spielte am Dienstagabend in Ganderkesee. Im zweiten Teil des Konzerts hielten die Musiker eine Überraschung für die rund 300 Zuhörer bereit. Sie hatten eine Komposition von Werner Lüdeke einstudiert, der bis zum vergangenen Jahr die Faschings-Bigband geleitet hatte.

Im Januar sei den Musikern etwas aufs Notenpult geschoben worden, das als geheime Kommandosache gegolten habe, sagte Jürgen Schlömer, der als Moderator durch das Programm des Abends führte. Bei der "Überraschung für Ganderkesee" handelte es sich um Werner Lüdekes Komposition "Rebecca", die das Orchester dem Publikum präsentierte. Anschließend gab es nicht nur viel Beifall für die Musiker, sondern auch einen Sonderapplaus für den Komponisten aus Ganderkesee, der im Publikum saß. Für Werner Lüdeke war es ein besonderes Erlebnis, sein Stück zu hören. Schließlich kenne er jedes Instrument, sagte er nach dem Konzert. "Es ist gut rübergekommen." Lüdeke hat die Träumerische Skizze zur Geburt seiner Enkeltochter Rebecca komponiert. "Inzwischen ist sie 20 Jahre alt", erzählte er.

Dirigent zeigte Humor

In dem rund zweistündigen Konzert präsentierten die fast 50 Laienmusiker unter der Leitung von Rafael Rötzer ein breites Repertoire. Zu Beginn waren zeitgenössische Kompositionen zu hören, darunter das Stück "Prelude to a Celebration" des englischen Komponisten Philip Sparke. Obwohl Moderator Jürgen Schlömer immer wieder betonte, dass das Programm "ernst und anspruchsvoll" sein solle, würzte er seine Ansagen mit Witzen und ironischen Bemerkungen.

Und auch Dirigent Rafael Rötzer zeigte Humor. Im Finale der rumänischen Tänze von Thomas Doss heiße es "move and play", erläuterte der Moderator. "Uns beim Spielen noch zu bewegen, das schaffen wir Amateure nicht", meinte er. Doch der Dirigent, der einzige Profi-Musiker des Orchesters, legte zu der temperamentvollen Musik ein kleines Tänzchen hin.

Im Sinfonischen Blasorchester Oldenburg sind die üblichen Blasinstrumente vertreten, darunter Flöten, Klarinetten, Saxofone, Trompeten, Hörner, Posaune und Tuba, und auch Pauken und Schlagzeug gehören dazu. Das Orchester zeigte sein Können und stellte seine Vielseitigkeit unter Beweis. Immer wieder traten auch einzelne Musiker als Solisten auf. Im zweiten Teil des Konzerts standen temperamentvolle Musikstücke auf dem Programm, darunter die Komposition "Jazz Inspiration" von Manfred Schneider und das Stück "Bugler's Holiday" von Leroy Anderson. Auch ein Medley mit Hits von "Earth, Wind & Fire" wurde mit begeistertem Beifall bedacht. Am Ende gab es Bravo-Rufe und stehende Ovationen, sodass das Orchester noch die Stücke "Swing the Mood" mit Glenn-Miller- und Rock 'n' Roll-Klassikern sowie Frank Sinatras "May Way" als Zugaben spielte.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Musiker aus Oldenburg während der Faschingstage in Ganderkesee zu Gast. Der Kontakt war über ein Mitglied der Gemeinschaft der Ganderkeseer Vereine zustande gekommen. Das Sinfonische Blasorchester der Stadt Oldenburg (SBO) wurde 1990 gegründet. Es organisiert eigene Konzerte, spielt aber auch zu besonderen Anlässen, etwa zur Eröffnung des Oldenburger Kramermarktes.

Mehr zum Fasching im Internet unter www.weser-kurier.de/fasching

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