Organisatoren der Jet-Flugtage am 12. und 13. Juli freuen sich auf zweimaligen Weltmeister Wolfgang Klühr Krachmacher und kunstvolle Formationen

Das Atlas Airfield in Ganderkesee wird am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. Juli, wieder zum Laufsteg für Flugzeug-Models. 70 Piloten aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren mit 120 Modellen eine spektakuläre Flug-Show. Besonders freuen sich die Veranstalter unter anderem auf Wolfgang Klühr. Der zweimalige Weltmeister aus Eitorf im Siegerland gilt als einer der Stars der Szene.
05.07.2014, 00:00
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Von Jochen Brünner

Das Atlas Airfield in Ganderkesee wird am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. Juli, wieder zum Laufsteg für Flugzeug-Models. 70 Piloten aus dem gesamten Bundesgebiet präsentieren mit 120 Modellen eine spektakuläre Flug-Show. Besonders freuen sich die Veranstalter unter anderem auf Wolfgang Klühr. Der zweimalige Weltmeister aus Eitorf im Siegerland gilt als einer der Stars der Szene.

„Modellflugzeuge sind die Einstiegsdroge für spätere Piloten“, sagt Reinhard Oetken, Flugleiter der Ganderkeseer Jet-Flugtage, in deren Rahmen am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. Juli, wieder 70 Piloten rund 120 Großmodelle auf dem Atlas Airfield präsentieren. Insofern erhofft sich der gegenwärtig auf Expansion bedachte Flugplatz auch ganz konkret einen Nutzen einer der größten Modellflug-Shows Norddeutschlands – wenn auch möglicherweise mit zeitlicher Verzögerung.

Ein Star der Szene, der am 12. und 13. Juli dabei sein wird, ist etwa der zweimalige Weltmeister Wolfgang Klühr aus dem nordrhein-westfälischen Eitorf, der mit seinem Partner Thomas Singer spektakuläre Jet-Formationsflüge zeigen wird. „Es ist extrem schwierig, mit Modell-Jets so geringe Abstände so genau hinzukriegen“, schwärmt Flugleiter Oetken von den Qualitäten des Duos. Überhaupt seien diesmal besonders viele neue Piloten in Ganderkesee am Start: Oetken schätzt den Anteil auf rund zehn Prozent.

Mit 70 Piloten sei die Obergrenze erreicht, sonst werde die Zeit zu fliegen für jeden einzelnen zu knapp, erklärt Oetken. Und angesichts teilweise langer Anfahrtswege sei man es den Piloten einfach schuldig, sie ihre Modelle auch angemessen fliegen zu lassen.

Der achtjährige Hauke Götze aus Ostfriesland ist zwar der jüngste der rund 70 Teilnehmer, war aber schon mehrfach dabei. Er freut sich, dass er in diesem Jahr erstmals einen Jet alleine fliegen darf, auch wenn der Papa im Ernstfall noch eingreifen kann. Ebenso als großes Talent gilt die Hubschrauberpilotin Jenny Brandt aus Leeste. Die 18-Jährige sei gleichzeitig übrigens die einzige Frau im Starterfeld, wie die Organisatoren wissen lassen. Die Maschinen mit Pulso-Antrieben gelten als die „Krachmacher“ der Jet-Flugtage. Ihr Motto lautet klein, laut und schnell. Extrem leise sind dagegen die großen Segelflieger, deren zehn Meter Spannweite leistungsfähige Schleppmaschinen benötigen, um sie fliegen zu lassen.

Eher nostalgischen Charme hat die VFW 614, das erste düsenbetriebene Verkehrsflugzeug in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, das die Vereinigten Flugtechnischen Werke in den 60er Jahren vor allem in der Region gebaut haben. Modellpilot Gerd Biller, der inzwischen im Ruhrgebiet lebt, hat einst in Hoykenkamp selbst als Entwickler an der Maschine mitgearbeitet. Claus Stöven aus Jork im Alten Land hat sich ebenfalls auf historische Modelle spezialisiert.Gemeinsam mit seinen Freunden vom Fokker-Team will er etwa eine Staffel mit sieben Doppeldeckern zeigen. Dabei ist unter anderem ein Modell, dass der legendäre Manfred von Richthofen einst als Testmaschine genutzt hat. Überhaupt können die Besucher beim Smalltalk mit den Piloten in den Mittagspausen an beiden Tagen nicht nur die Jets in der Luft erleben, sondern auch viele Anekdoten und Hintergründe zu den Originalen der jeweiligen Modelle erleben.

Die bewährten Moderatoren Josef Voß und Winni Ohlgart werden die Show auch in diesem Jahr wieder fachkundig moderieren. Geöffnet sind die Jet-Flugtage am Sonnabend, 12., und Sonntag, 13. Juli, jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet acht Euro für Erwachsene und zwei Euro für Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Die Veranstalter haben erneut ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Kinderbelustigung und einer kleinen Modellbau-Messe um die Flugtage gebastelt. Ein örtliches Taxiunternehmen bietet einen Shuttle-Service von den Bahnhöfen Ganderkesee (ein Euro) und Hude (zwei Euro) zum Flugplatz an.

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