Ausstellung des Förderpreis-Wettbewerbes des Kunstvereins Achim Kunstvolle Gesellschaftskritik

Achim. Wenn Kuratorin Barbara Alms über den Kunstverein Achim und den von ihm ausgelobten dritten Förderpreis spricht, kommt sie ins Schwärmen: "Ein großartiger Kunstverein" sei das, leidenschaftlich, engagiert und "auf der Höhe der Zeit". "Nichts bleibt wie es ist" lautet das Motto des Wettbewerbs, zu dem der Verein junge Künstler eingeladen hatte. 52 Arbeiten wurden eingereicht, zwölf hat die Jury für die Ausstellung ausgewählt, die morgen um 11.30 Uhr im Rathaus eröffnet wird.
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Von Ulrich Tatje

Achim. Wenn Kuratorin Barbara Alms über den Kunstverein Achim und den von ihm ausgelobten dritten Förderpreis spricht, kommt sie ins Schwärmen: "Ein großartiger Kunstverein" sei das, leidenschaftlich, engagiert und "auf der Höhe der Zeit". "Nichts bleibt wie es ist" lautet das Motto des Wettbewerbs, zu dem der Verein junge Künstler eingeladen hatte. 52 Arbeiten wurden eingereicht, zwölf hat die Jury für die Ausstellung ausgewählt, die morgen um 11.30 Uhr im Rathaus eröffnet wird.

Aktuelle gesellschaftliche Zustände und Ereignisse sollten die jungen Künstler mit Bildern, Zeichnungen, Videoaufnahmen oder Fotografien beschreiben und analysieren. Das Motto des Nachwuchswettbewerbes war im vergangenen Jahr formuliert worden, sagte Projektleiterin Hanne Lange-Michel, noch vor Fukushima: "Die Zeit hat uns eingeholt". Den eingereichten Arbeiten bescheinigt Barbara Alms, frühere Leiterin der Städtischen Galerie Delmenhorst, ein hohes Niveau. Der eine oder andere Künstler werde es noch weit bringen, ist sie sich sicher.

Schon im Foyer des Rathauses werde der Besucher kommunikativ empfangen, mit Kunst, die Fragen stelle. "Are you serious?" (Meinst du das ernst?") fragt Sebastian Dannenberg mit einer großformatigen Arbeit. Mit seinen Fotografien aus Baku, der Hauptstadt Aserbeidschans, dokumentiert und kritisiert Sebastian Burger den tiefgreifenden Umbruch der Stadt als Auswirkung des Turbokapitalismus.

Die Videoarbeiten seien keine Sekunde langweilig, verspricht Alms. Beispielsweise fordert Julian Öffler im Internet Unbekannte auf, ihm Befehle zu erteilen, die er dann auszuführen hat. Anonymität, Grenzüberschreitung und Ausbeutung im Internet sind das Thema des jungen Künstlers.

Morgen wird auch der Förderpreisträger bekanntgegeben. Er erhält ein Preisgeld von 1500 Euro und bekommt eine Einzelausstellung im Rathaus im kommenden Jahr. Die Ausstellungsbesucher dürfen ihren Favoriten ebenfalls auswählen. Wer das ist, wird am Sonntag, 30. Oktober, festgestellt. Im Rahmen der morgigen Vernissage wird eine zusätzliche Performance von Natalie Wild zu sehen sein, kündigen die Ausstellungsmacher an.

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